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Reisenden, daß sie in Arabien, in Persien und andern Ortensolche sogenannten St. Johannischristen gefunden.
Viele Juden, die den Propheten am Jordan sahen undhörten, gingen in ihrer Ehrfurcht und Bewunderung so weit,daß sie ihn selbst für den verheißenen Christus oder Messiaszu halten geneigt waren. Er bemerkte es, und säumte nicht,ihren Irrthum zu zerstören. Nein, sprach er, ein Höherer wirdnach mir kommen, dem ich nicht genugsam bin, daß ich nur dieRiemen seiner Schuhe auflöse. Ich taufe euch nur mir Wasser; erwird euch mit Feuer, das heißt, mit ungleich gewaltigerer Kraft,in das Gottesreich einweihen, mit der Kraft des heiligen Geistes.Er ist's, der das Göttliche vom Irdischen sondern wird; dessenOffenbarung und Lehre auf ewig scheiden wird das Ewige vomVergänglichen, die Erkenntniß des Gerechten vom Ungcreckten,das Heilige vom Unheiligen. In seiner Hand ist die Wurf-schaufel ; er wird seine Tenne fegen, und wird den Walzen inseine Scheuer sammeln und die Spreu wird er mit ewigemFeuer brennen! So sprach der Prophet am Jordan.
Er kannte ihn wohl, den wunderbaren göttlichen Freundseiner Jugend, auf welchen er hindeutete. Und nach Jahr undTag erschien derselbe am Ufer des Jordans. Jesus war's, derChristus.
Demuthvoll forderte auch er die Taufe, in der er sichweihen wollte zu dem nun begrünenden hohen Werke seinesLebens. Johannes aber trat ehrfurchtvoll vor ihm zurück, undsprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde,und du kommst zu mir? Doch Jesus beharrte, stieg in dieWellen des Jordans betend hinab, und Johannes ertheilteihm die Taufe.
Es war ein großer feierlicher Augenblick im Leben desJohannes, im Leben Jesu; ein feierlicher, ein entscheidenderfür die Welt. Von nun schied Jesus von der bisherigen,stillen, unbemerkten Lebensart ab, und griff in das Leben derMenschheit, in den Gang aller ihrer künftigen Schicksale, mitübermenschlicher Kraft und Selbstaufopferung ein. Von nunan kannte er kein Vaterhaus mehr auf Erden; das unendliche