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sondern daß ich durch ihn, in seiner Nachfolge zum Vater, seligwürde.
Inzwischen kann ich mir wenigstens das Zeugniß geben, daßich selten einen Anlaß versäumte, der zur Besserung meinesHerzens helfen, und mich dem Göttlichen näher führen konnte.Ich besuchte den öffentlichen Gottesdienst; ich betete mit In-brunst oft, mit Andacht immer; ich benutzte Unterhaltungen mitverständigen Personen zu meiner Belehrung; ich las nützlicheoder erbauliche Schriften. Hierin wenigstens ahmte ich meinemJesu nach. Ich streute den Samen besserer Erkenntniß inmeinen Geist, den Samen des Guten in mein Herz. Wie aberist er aufgegangen? Wo sind die Früchte der bessern Erkenntniß?Wo die Thaten des Guten? — Noch, weh mir, habe ich manchenFehler, den ich vor einem Jahre schon an mir kannte. .Ichmerke es wohl, nun ist er schwerer zu vertilgen, weil er ältergeworden. Ich gestehe es, nicht einmal gekämpft habe ich mitdiesem Fehler, ihn ganz und gar von mir zu entfernen. Undwenn ich's dann und wann versuchte: großer anhaltender Ernstwar mir's dabei nicht. Mein Leichtsinn tröstete mich bald damit,daß mir andere Leute wohl noch fehlerhafter zu sein schienen;bald mit dem elenden, alles Gute erstickenden Sprichwort:Es hat jeder Mensch seine Schwachheiten. Mehrmals, wennich durch irgend einen Umstand aufmerksamer auf die Verderbt-heit meiner Neigungen gemacht wurde, verdroß es mich sogar inmeiner Übeln Laune, und ich dachte: Ich bin nun so und willnun einmal so sein, wie ich bin. — Oder mit stolzem Eigensinnsprach ich zu mir selbst: Was gehen mich alle Splitter - undSittenrichter mit ihren Ermahnungen und Belehrungen an?Ich habe wohl selbst Verstand genug und weiß, was ich zuthun habe, um durch die Welt zu kommen. — Mittlerweileblieb ich, wie ich war; ich behielt meine Unvollkommenheit,mein unreines Gewissen. Ich hoffe auf Gottes Gnade in meinerTrägheit; ich verlange nach der Barmherzigkeit, deren ich michnicht würdig machen will ; ich glaube an Jesu Verdienst, ohnedurch die Nachfolge Jesu daran Theil nehmen zu mögen; ichHilde mir ein, durch Fürbitten bei Gott Schonung zu gewinnen.