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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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Wer zweifelt auch wohl daran, daß Jesus seine Zeit aufsweiseste und sorgfältigste benutzt haben müsse? Denn als ernachmals hinaustrat inS öffentliche Leben, welchen Reichthumvon mannigfaltigen Kenntnissen, welche Kraft des Gemüthesäußerte er da! Welche genaue Bekanntschaft hatte er sich inden Schriften und Schicksalen des jüdischen Alterthums erwor-ben, daß ihm keiner von Jerusalems größten Schriftgelehrtengleich kam! Welche tiefe Kenntniß des menschlichen Herzens,und alles Guten, aller Schwächen desselben, hatte er erworben!Wie wohlbekannt war er mit den Einrichtungen des Staates,mit dessen Mängeln und Gebrechen, mit der Denkart, Kraftund Verderbtheit der Nation; wie bestimmt sah er den Untergangderselben lange zuvor! Wie vertraut war er mit der Natur, inwelcher sich der ewige Vater in seiner Macht und Liebe undWeisheit offenbart; wie vertraut mit den Kräften der Natur,mit dem Wesen des Weltalls, dem unendlichen Hause Gottes,seines Vaters! Wie frei und rein stand er von allen Vorurtheilenseines Volkes, ja seines ganzen Jahrhunderts! Wo war irgendeiner der Weisesten in Israel, wo einer der noch von uns mitRecht verehrten Weisen Griechenlands oder Roms, alter undneuer Welt, welche auf der göttlichen Höhe seiner Ansichtenstandet! ?

Welch ein Leben muß Jesus Christus geführt haben, ehe ersein großes Lehramt und Welrerlöscrgeschäft begann! Thaten-voll und segenrcich war sein Leben, von dem Tage an, da er,getauft von Johannes, aus dem Jordan stieg; aber nicht minderthatenvoll müssen die Jahrzehndc gewesen sein, welche diesemAugenblick vorausgingen. Niemand hatte weiser als er die ihmvon Gott verliehene Lebenszeit benutzt; darum konnte er ohneReue auf seine Vergangenheit zurückblicken.

O könnte ich's, wie Du, mein Heiland, Du nun zurRechten Deines Vaters Erhobener! Mein Blick verdunkeltsich aber, wenn ich auf das zurückblicke, was ich in der Ver-gangenheit that? O wer bin ich? und wer sollte ichsein? wer könnte ich sein, härte ich mich nicht sorglos hingehenlassen, wie es eben kam, sondern mit Ernst zu meiner Verbesserung