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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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die Mutter mit zärtlichen Vorwürfen fragte:Mein Sohn,warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ichhaben dich mit Schmerzen gesucht!" schien er aus der Betrach-tung zu erwachen, und erwiederte nur :Was ist es, daß ihrmich gesucht habet? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem,was meines Vaters ist?" Sie verstanden nicht, was ermeinte, und nahmen ihn mit sich in die Hcimath. Doch Mariadachte oft an diese merkwürdige dunkle Antwort. Es kam dieZeit, in welcher sie dieselbe wohl begriff.

In dem Alter, worin die Wißbegierde des werdendenJünglings aus der Harmlosigkeit des kindlichen Daseins erwacht,Liegt in der Unschuld und dem ernsten Forschen eines geistreichen.Knaben eben so viel Anmuth, als oft etwas Ueberraschendcs.Jesus kehrte nach Nazareth in die vorige Dunkelheit zurück.Seine Anlagen entwickelten sich immer mehr ; er nahm zu anWeisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

Seine Jugend verfloß in stiller Bescheidenheit. Es ist unsDarüber nichts weiter aufgezeichnet worden. Vermuthlich erlernteDr bei feinem Pflegevater dessen Handwerk als Zimmcrmann.Wenigstens muß dies eine sehr bekannte Sage noch unter denersten Christen gewesen sein. Auch in den Schriften der Kirchen-vater, die in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburtgelebt haben, finden wir dies. Und warum sollten wir es nichtglauben? Joseph war eher dürftig als reich, und Jesus.erfüllte die Pflichten des guten Sohnes zu Unterstützung seinerAckern. Er sorgte, wie jeder Andere, für seine leiblichenBedürfnisse, für seinen Erwerb, um geachtet und unabhängigrunter Seinesgleichen dazustehen. Allein die Sorge für seineVermögrnsumstände verschlang ihm nicht alle Zeit. Ein Theilseiner Stunden gehörte dem Irdischen, ein anderer Theil derAusbildung seines Geistes in Erlernung nützlicher Kenntnisse undin Erwerbung und Ausübung eines himmlischen Sinnes. Erarbeitete nicht bloß, um im Stande zu sein, sich in den freienStunden Ergötzungen zu verschaffen; sondern er wollte nur dasNöthige, um sich dann dem Allernörhigsten zu widmen.