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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
Entstehung
Seite
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So viel Außerordentliches den Eintritt Jesu in das irdischeLeben ausgezeichnet hatte, war doch Alles im Volke bald ver-gessen. Man erwartete das Erscheinen des Messias, und wußtenicht, daß er schon im Vaterlande war, und unschuldvoll alsKind unter den Blumen von Nazareth spielte. Das erste Ge-räusch von seiner Ankunft hatte sich verloren. Viele mochtenDas nicht mehr glauben wollen, was man anfangs von ihm er-zählt hatte. Der Gesang der Engel in seiner Geburtsstundewar verhallt.

Was die Vergessung Jesu noch mehr beförderte, war dieDunkelheit des Standes, in welchem er bei seinem PflegvaterJoseph lebte, der seines Handwerks ein Zimmermann war, undsein Brot mühsam verdienen mußte. Das entsprach den Vor-stellungen der Juden nicht, die sie von einem Messias, einemGottessohn, einem künftigen Ueberwinder Roms und Be-herrscher des Erdkreises, hatten.

Sie bildeten sich ein, daß er von ungewöhnlichem Glanzumgeben, daß er von den Engiln des Himmels bedient sein,daß jede seiner Handlungen, jeder seiner Schritte von wunder-baren Ereignissen begleitet sein würde. Von dem Allem ver-nahmen sie nichts. Auch die Einwohner bemerkten in demDasein des Kindes Jesu nichts Uebernatürliches. Hätten sieDergleichen wahrgenommen, ihre Aufmerksamkeit würde bald-erregt worden sein, und das Geschrei davon wäre bald durch *Das ganze Land erschollen.

Aber dazu war Jesus nicht gesandt. Er sollte nicht splcheSAufsehen erregen, nicht mit Wunderdingen die Augen der Neu-gierigen ergötzen. Er sollte das Geschlecht der Sterblichen lehren,Daß auch die menschliche Natur sich schon zu einer gewissen Hoheitund Heiligkeit und Kraft erheben könne. Nur sein göttlicher Sinn,nur die in ihm sich offenbarende Fülle der Gottheit, sollte dieGemüther anziehen, und durch ihn dem ganzen Geisterreich dasHimmlische offenbart werden. So war es selbst von den Pro-pheten des Alterthums verkündiget; so mußte es nach dem Rath-schlusse des ewigen Vaters sein. Es lebte Jesus Christus inmenschlicher Gestalt auf Erden, damit uns sein heiliger Wandel,