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7 (1837) Der Christ und die Ewigkeit
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stobul, hinrichten lassen. Wozu konnte ein Mann nicht fähigsein, in welchem die Leidenschaft des Ehrgeizes selbst die Gewaltund die Stimme der Natur vernichtet hatte? Zudem wardie Ermordung der Unschuldigen weder so zahlreich noch gräßlich,als sie uns zuweilen in Bildern der Maler oder Dichter vor-gestellt worden ist. Denn wenn auch der schreckliche Befehl inaller Strenge vollzogen worden ist, und zu Bethlehem,"und soweit der Stadtbezirk reichte, alle Kinder männlichen Geschlechts,die unter zwei Jahren alt waren, getödtet worden sind: somußte die Anzahl derselben sehr gering sein, weil Bethlehemeins der geringsten Städtchen des jüdischen Landes war.Noch in unsern Zeiten zählt es in Allem kaum dreihundertHäuser, da es doch aus Ehrfurcht als Geburtsort des Erlösersnicht nur von Juden, Türken und Arabern, sondern auch vonsehr vielen Christen bewohnt ist, die daselbst ein Kloster haben,Handwerke begehen und Handel treiben, besonders mit Rosen-kränzen und Kreuzbildern.

So gering aber auch die Anzahl der durch den königlichenBefehl fallenden Opfer sein mochte: er blieb eine Schmach imLeben des Tyrannen, der bald selbst eines schauderhaften Todesstarb. Er litt lange an der Wassersucht; darauf ging er leben-digen Leibes in Verwesung über. Würmer erzeugten sich inseinen offenen Wunden, da er schon siebenzig Jahre alt war.Auch den Zweck seiner Absicht erreichte er nicht. Zwar dasVolk blieb ruhig; aber der, welcher getödtet werden sollte, bliebunverletzt. Gott wachte.

Maria hatte nämlich mit ihrem Gatten und Kinde, welchesnach dem achten Tage beschnitten worden, Bethlehem verlassen,und war, dem jüdischen Gesetze gemäß, nach Jerusalem gegan-gen, um dort, nebst einem Opfer von zwei jungen Tauben,ihren theuern Säugling im Tempel dem Herrn darzustellen.Noch herrschte die Rede vom Messias laut in der Stadt. Nochwar der herodische Schluß nicht gegen Bethlehem ergangen.

Und als das Kind von der Mutter im Tempel gehaltenward, trat ein hochbetagter frommor Jude hinzu. Den Greisbewegte der Anblick des Kindes wunderbar. Er, seines Namens