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Kriegsbedarf, am 9. aufs Neue vorzurücken gewagt hätte. Zufrieden mit dem Vor-theile, dem Feinde einen großen Verlust zugefügt und Königsberg gerettet zu haben,trat er seinen Rückzug an. Murat verfolgte ihn am 9. mit der Reiterei, wurde aberbei Mansfeld mit Verlust zurückgeworfen. Das stanz. Hauptquartier blieb nocheinige Tage in Eylau, wo Napoleon am 9. die Stellungen der verschiedenen Heer-theile auf dem mit Leichnamen und Verwundeten bedeckten Blutfelde in Augen-? schein nahm. Nach einigen unbedeutenden Gefechten mit den Russen, zuletzt beiOstrolenka am 18., führte er an diesem Tage sein Heer rückwärts hinter die Pas-sarge. In Folge der Schlacht von Eylau, die Napoleon erst einig- Tage nach demRückzüge der Russen als gewonnen ansehen konnte, mußte jeder Feldherr seinen An-griffsplan aufgeben und sich mit dem errungenen Zwecke der Vertheidigung begnü-' gen. Die Russen hatten 13 Adler und 6 Fahnen genommen; aber an Todten7000 Mann (nach andern Berichten 12,000 M.) verloren. Unter 18,000 Ver-wundeten befanden sich 9 Generale. Der Verlust der Franzosen ward auf 42,000Mann geschätzt; sie selbst gaben ihn weit geringer an. Drei stanz. Generale wa-^ ren gefallen, darunter Corbineau; S waren verwundet, darunter Augereau, des-sen Heerthcil ganz aufgelöst und dm übrigen einverleibt werden mußte. Benning-sen stellte jetzt sein Heer am Pregel und vor Königsberg wieder auf, wo er Ver-stärkungen an sich zog. Hätte er mit Napoleons Schnelligkeit den Angriff er-neuert, so würde wahrscheinlich das stanz. Heer gänzlich geschlagen worden sein.^ Doch rückte sein Hauptquartier bald wieder bis Landsberg vor. Napoleon aberj wagte nicht, bei dem Zustande seines Heeres, das die geschicktesten Artillerieossicicre,! sowie den Kern der Reiterei verloren, und eine Menge Kranke hatte, bei dem Man-gel an Lebensmitteln, und auf den durch Schnee und Thauwetter verdorbenen We-gen, die Russen anzugreifen. Er ging daher in seine Eantonnirungen an die Weich-sel zurück, wo er sich auf den Belagerungskrieg von Danzig und andern Plätzen be-.1 schränkte und sein Heer wieder herstellte. Nach Schöll (VIII, 405) soll er aus* seinem Hauptquartiere zu Osterode, am26. Febc., und zu Frankenstein, am 29.April, dem Könige von Preußen einen Separatfrieden haben antragen lassen. Da-gegen schlössen der Kaiser Alexander und der König Friedrich Wilhelm am 26. April1807 einen Vertrag zu Bartenstein, der die Wiederherstellung Preußens und dieBeschränkung Frankreichs auf die Rheingrenze bezielte, welchen aber einige Wochene später, nachdem Benningsen, erst am 5. Juni, den Feldzug in Ostpreußen an der
s Passarge angriffsweise erneuert hatte, die Schlacht bei Fried land und der Friede
zu T i l si t (s. dd.) vernichteten. K.
Eynard, einer der edelsten, einsichtsvollsten und thätigsten Philhellenen,Banquier zu Genf und Livorno, stammt aus einer stanz. Familie ab, von dermehre Glieder sich aus der Provinz Dauphinö, während der Religionsverfolgun-gen, nach Genf geflüchtet und daselbst eingebürgert hatten. Er ist den 28. Sept.1775 zu Lyon geb., wo sein Vater ein Handlungshaus besaß. Daselbst erzogen,stand er 1793 in den Reihen der Vertheidiger dieser Stadt. Als Lyon von der Ar-mee des Convents erobert ward, rettete sich die Familie Eynard durch die Flucht.E. lebte jetzt zu Rolle im Waadtlande und errichtete 1795 mit seinem Bruder ein, Handlungshaus in Genua, wo er, als Massena die belagerte Stadt vertheidigte,, als Freiwilliger diente. 1801 befand er sich in Livorno und übernahm für den> damaligen König von Hetrurien ein Darlehn, wobei er viel gewann. In der Folgeverschaffte ihm die Prinzessin Elise Bacciochi den gewinnreichen Gencralpacht desSalz- und Tabackshandels in Toscana. E. war damals ein schöner Jüngling,der seiner geistigen Bildung und seines liebenswürdigen Umgangs wegen in allenhöhern Gesellschaftskreisen gern gesehen wurde. 1810 befand er sich unter den Ab-geordneten Tvscanas in Paris, und 1814 beim Eongreß in Wien. Auch derGroß herzog Ferdinand schenkte ihm Zutrauen und verlieh ihm den toscanischen
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