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3 (1830) D bis E
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Eylau (Schlacht bei)

Kaisers die gewagten Worte schrieb:Wir werden morgen in Königsberg sein".

So begann der Ltagige Kampf von beinahe 200,000 Kriegern, um, in und beiPreußisch-Eylau, einem Städtchen von 1500 Einw., am Ärschensee in Ostpreu-ßen, 6 Meilen von Königsberg. Am 7. Nachmittags gelang es Soult, sich dervon den Russen besetzten Anhöhen vor Eylau zu bemächtigen; doch wurden dieRussen unter dem Generalmajor Barclay de Tolly erst am Abend aus dem Städt-chen Eylau selbst vertrieben, indem sie nach einem hartnäckigen Kampfe ihre Stel-lung bei der Kirche und auf dem hochliegenden Kirchhofe aufgaben, den die Fran-zosen sofort mit einer starken Batterie besetzten. Dadurch bekam Napoleon Abendsum 10 Uhr alle Borlheilc des Bodens in seine Gewalt. (Vgl. Bothmer's Planvon der Schlacht bei Eylau.) Nun lagerten sich die Hecrtheile von Soult undAuge-reau vor dem Orte, durch den sie am folgenden Tage vordringen sollten; Davoustaber und Ney erhielten Befehl, durch künstliche Bewegungen, jener den linken,dieser den rechten Flügel des an Zahl schwächern russischen Heeres zu umgehen.Man schätzte die Stärke des franz. Heeres (3., 4., 6., 7. Corps, die Reiterei, un-ter Murat, und die Garden) auf 90,000 Mann. Dies war das Vorspiel derSchlacht am 8. Mit Anbruch des Tages rückten 70,000 Russen in dichtgeschar-ten Haufen vor, um sich durch einen Angriff in Masse auf den linken Flügel derFranzosen des Städtchens wieder zu bemächtigen. Den linken Flügel führte Gen.Ostcrmann; den rechten Gen. Luschkoff, das Mitteltrcffen Baron Sacken; dieVorhut Fürst Bagration; die Reiterei Fürst Gallitzin. Gen. Doctoroff führte dirbeiden Colonncn, welche aus der Mitte der russischen Stellung vordrangen. Napo-leon hatte seinen Standpunkt auf dem Kirchhofe genommen und konnte von demKirchthurme das ganze Schlachtfeld übersehen; die Anhöhen von Sergallcn aber,welche Eylau beherrschten, waren von den Russen nicht besetzt worden. Vergebensdrangen daher die russischen Scharfschützen bis an den Kirchhof vor; aber auch Na-poleon machte, nachdem er den Marschall Davoust durch die Division St.-Hilaireverstärkt hatte, vergebliche Anstrengungen, um mit dem 7. Heertheile, unter Auge-reau, und einem Theile der Garden den Mittelpunkt der russischen Schlachtlinie zu ,durchbrechen; denn die Ungeduld, mit der er, ohne die Entwickelung seiner beiden ,Flügel unter Davoust und Ney abzuwarten, die mörderischen Angriffe auf das rus- isische Centrum wiederholte, vermehrte nur seinen Verlust; zugleich war ein dicker Nc- Ibel mit Schneegestöber Schuld, daß die Spitze der Augereau'schen Colonne zu weit klinks gericth, daher auch der von Napoleon jetzt angeordnete Angriff der gesammtcn tReiterei unter Murat und Bessi-res auf das russische, durch einen Wald gedeckte 1Fußvolk nichts entschied. So wurde 12 Stunden lang gefochten, unter einem !Feuer von 300 Kanonen. Endlich langten Davoust und Ney auf beiden Flügelndes russischen Heeres an. Der linke wurde von Davoust hart bedrängt und war .

schon umgangen, sodaß selbst das russische Mitteltrcffen der rückgängigen Bewe- .

gung des linken Flügels folgen mußte, als gegen Abend der von dem 6. Hccrhaufen >unter Ney bei Wackern vergebens aufgehaltene Heertheil (5600 Preußen und dasrussische Jnf.-Reg. Wiborg), unter dem General Lestocq, auf dem rechten russi-schen Flügel eintraf, und während diesen das Feuer aus einer preuß. Batterie unterdem General Sack deckte, hinter der Armee weg dem linken Flügel zu Hülfe eilte,wo der preuß. Feldherr den entscheidenden Punkt, Kuschitten, mit Sturm nahm .und die Franzosen unter Davoust bis Klein - Sausgarten zurückwarf. Hätte indiesem Augenblicke, um 9 Uhr Abends, der russische General die von Lestocq drin-gend erbetene Unterstützung geleistet, so würde dieser thätige und einsichtsvolle Ge-neral den Franzosen nicht bloß den Sieg entrissen, sondern auch Klein - Sausdorffgenommen und den rechten Flügel des franz. Heeres völlig geschlagen haben. AlleinBenningsen hielt das Heer, dessen rechter Flügel von Ney ebenfalls umgangen war,nach 8stündigem Kampfe für zu erschöpft, als daß er, zumal bei seinem Mangel an