Druckschrift 
3 (1830) D bis E
Entstehung
Seite
437
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Eduard (Prinz v. Wallis) Eduard (Karl) 4Z7

Zohann, fortgesetzt, der (1356) bei Portiers gegen den Prinzen von Wallis, Eduard,cinc Schlacht und die Freiheit verlor. Er wurde als Gefangener nach England geführtund nicht eher losgelassen, als bis er (1360) im Frieden zu Bretigny den Engländernverschiedene sranz. Provinzen mit der völligen Oberherrschaft abtrat. Eduard IH.nahm nun den Titel: König von Frankreich, an, den s. Nachfolger erst in der neuestenZeit (7. Nov. 1800) aufgegeben haben. Von diesen Eroberungen ging unter Jo-hanns Nachfolger, Karl V., schon Vieles noch bei Eduards Leben, das Übrige aber,bis aufEalais und Bordeaux, unter seinem Nachfolger, Richard H., wieder verlo-ren. E. sah die glänzenden Thaten seiner Jugend durch das Unglück seines Altersverdunkelt. Sein heldenmüthiger Sohn, der Prinz von Wallis, Eduard (s. d.),starb vor ihm 1376. Gercchtigkeitsliebe und der Eifer, den Handel emporzubringcnund die Rechte der Nation zu befestigen, zeichnen Eduards III. Regierung auS;höchstens könnte man ihm eine zuweilen übertriebene Strenge und den Ehrgeiz, auchKönig von Frankreich werden zu wollen, zum Vorwurf machen. E. weckte den Gc-werbflciß der Engländer und gab treffliche Gesetze zur Belebung des Handels. Umdie Tuchwebereien zu befördern, zog er Weber, Färber und Walker aus Flandern»ach England. Er stiftete (1349) den Ritterorden vom blauen Hosenbande, einender ältesten und angesehensten Orden in Europa.

Eduard, Prinz von Wallis und erster Herzog von Cornwall, bekannteru. d. N. der schwarze Prinz, Sohn des Königs Eduard H1., empfing 1362 von sei-nem Vater die Belchnung über die Grafschaft Poitou und die Fürstcnthümer Aqui-tanien und Gascogne, und vermählte sich mit Johanna, Tochter Eduards Planta-gmet, Grafen von Kent. Kurz darauf (1363) suchte Peter der Grausame, als ervon seinem natürlichen Bruder, Heinrich, aus Castilicn vertrieben worden war,Hülfe bei E., der sich in Guicnne befand, und der Prinz versprach ihm, gegen Abtre-!ung von Biscaya ihn wieder auf den Thron zu setzen, ging auch mit einem bedeu-tenden Heer über die Pyrenäen, schlug Heinrich bei Navarette und setzte seinenFreund Peter wieder ein, ward von diesem aber mit Undank belohnt und erhieltNichts, denn während dieses Zuges hatte der Krieg zwischen England und Frankreichsich erneuert, E. mußte nachGuienne zurück, und ungeachtet eines verzehrenden Fiebersließ er sich in einer Sänfte zur Belagerung von Limogcs tragen. Der Platz wurdegenommen, und der Sieger ließ, außer der stanz. Besatzung, gegen 300 Einw. überdie Klinge springen. Darauf ging er nach England; hier siel er in eine Entkräftung,die ihn im 46.1. seines Alters (1376) zu Westminster hinraffte. Von seinem Todes-tage an verloren die Engländer eine Besitzung nach der andern in Frankreich. Manweiß nicht, ob E. von dem Schrecken, das er unter seinen Feinden verbreitete, odervon der Farbe seiner Rüstung den Beinamen des schwarzen Prinzen erhalten hat.

Eduard (Karl), Enkel Jakobs II., Königs von England, Sohn von JakobEduard und Clementine, Tochter des Prinzen Sobieski, bekannt u. d. N. des Prä -tendenten, war 1720 zu Rom geboren, wo sein Vater die Freundschaft derPäpste Clemens XI. und Jnnocenz XIII. besaß. Als dem letzten Sprößling ausdem königl. Hause Stuartward ihm von der Wiege an jenes Streben eingehaucht,das ihn mit einer Brust voll Muth und kühner Entwürfe schon im 22. I. seinesLebens forttrieb, um den Thron seiner Väter wiederzuerlangen. Unterstützt vondem römischen Hofe, begab er sich 1742, als span. Courier verkleidet, von Rom nachParis, und es gelang ihm, Ludwig XV. für seine Absicht zu gewinnen. Schon soll-ten zu Dünkirchcn 15,000 M. nach England eingeschifft werden, als der engl. Ad-miral Norris die stanz. Flotte, noch bevor sie in See gegangen war, zerstörte. Diesbenahm dem stanz. Hofe die Lust zu einer zweiten Unternehmung; alle Bitten E.'swaren vergebens, und jetzt beschloß er, durch eigne Kraft sich zu erwerben, wozu manihm die Mittel versagte. Mit erborgtem Gelde und 7 vertrauten Ofsicieren landeteer, wie ein fahrender Ritter, am 27. Juni 1745 ander nordwestl Küste von Schott-