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3 (1830) D bis E
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Dupuytren Duquesnc 403

kunst, die Chappe nachher verbesserte. Voll Gelehrsamkeit und Originalität ist s.ülemoire «ur 1'oriAine des eonsteUations et sur I'explivation <Ie I» tadle par

l'sstronomio" (1781). Nachdem er 1788 einen Sitz in der ^vaäemie äesin-soriptions et belle« lettres erhalten hatte, begab er sich nach Paris, wo er zu einemder 4 Commissarien ernannt wurde, um das Vermögen aller pariser Stiftungenfür Unterricht und Gelehrsamkeit auszumitteln. Als Mitglied des Nationalcon-vents hielt er sich stets zu den Gemäßigten. Dies brachte ihn auch in den Rathder Fünfhundert, und die allgemeine Achtung, die der thätige und zeichne Ge-schäftsmann genoß, öffnete ihm das Nationalinstitut. Das Tribunat und der ge-setzgebende Körper schlugen ihn zum Senator vor. S. Werk:Online äs tousles oultes, ou la relißioir universelle" (1794, 3 Bde., 4., mit einem Atlas) fandin Deutschland, Holland, Frankreich und Italien bittern Tadel, bleibt jedoch im-mer ein bewundernswürdiges Denkmal der Gelehrsamkeit. Er wollte darin nichtnur alle Mysterien des Alterthums, sondern auch den Ursprung aller religiösenÜberlieferung erklären. Es folgte darauf noch ein AuSzug von einem Bande.Viel Aufsehen machten seine beiden Denkschriften über die Pclasger, über ihren Ur-sprung aus Äthiopien, und wie sie über Libyen, Cyrenaica und Nordafrika sich nachSpanien, Griechenland und Italien verbreitet hätten; dann eine andre Denkschriftüber den Thierkreis von Den der ah (s. d.) und über den Phönix. In s. letztenWerke:Neinoire oxplioatik äu nolliague cbronuloAi'gue et m^tboloAigue e(1806,4., m. Kpfm.), bewies er, daß die astronomischen und Religionsmeinun-gen der Griechen, Ägypter, Chinesen, Perser und Araber einen gemeinschaftlichenUrsprung hätten. Er starb aufs. Landgute bei Dijon den 29. Sept. 1809, 67 I.alt, und hinterließ im Manuskript ein Werk über die Kosmogonien und Theogonien,womit er s.OriZine cke tous les oultes" noch mehr begründen wollte. Auch ver-suchte er darin, die Hieroglyphen zu erklären.

Dupuytren (Guillaume), der berühmteste franz. Wundarzt unserer Zeit,Lehrer der Klinik bei der medicinischen Facultät zu Paris und Oberwundarzt imHötel-Dieu; geb. den 5. Oct. 1778 zu Pierre Bufsiöre. Er machte so schnelleFortschritte in s. Studien, daß er schon im 17. Jahre Prosector an der liioole ,le»ante zu Paris wurde, und bald Vorlesungen über Wundarzneikunst und Anato-mie hielt, die viele Zuhörer fanden. Seit 1802 war er zweiter Wundarzt imHotel-Dieu, bis er 1815 an die Spitze dieses großen Spitals kam. Als praktischerWundarzt hat er sich durch viele, mehr oder minder glückliche Neuerungen, und be-sonders durch s. Kühnheit und Geschicklichkeit Ruf erworben. Er hat verschiedeneWerkzeuge theils erfunden, theils verbessert, dahin gehören u. A. sein Speoulumz»r Wegschaffung der Mutterpolypen durch Brennen (Kauterisiren) und s. Staar-nadel. Man verdankt ihm einige schätzbare Entdeckungen in der pathologischenAnatomie. Er hat z. B. gegen Bichat's Behauptung, daß jedes Gewebe orga-nischen Verletzungen, die demselben eigen sind, ausgesetzt sei, fast unwidersprechlichgezeigt, daß alle Gewebe gleichmäßigen Veränderungen unterworfen sind. Erschrieb seit 1803 einige chirurgische Abhandlungen, die theils einzeln gedruckt wur-den, theils in Sammlungen stehen.

Duquesne (Abraham), franz. Admiral unter Ludwig XIV., geb. zuDieppe 1610, lernte den Seekrieg unter s. Vater, einem geschickten Schiffscapi-t»m. In s. 17. I. wohnte er dem Treffen bei la Röchelte bei. Im Kriege gegenSpanien von 1637 that er sich hervor. 1644 diente er in Schweden, erst als Ma-jor, dann als Viceadmiral. 1647 nach Frankreich zurückberufen, befehligte er dieUnternehmung gegen Neapel. Bordeaux zwang er zur Unterwürfigkeit, als es sichempört hatte, trotz des Widerstandes der Spanier. Im sicilischcn Kriegeschlug er 3 Mal die vereinigten holländ. und spanischen Flotten unter Ruyter.Als er Algier und Genua gezwungen hatte, Ludwigs XIV. Gnade anzuflehen, er-

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