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Dünste Dupaty (Vater und Sohn)
mit s. Leben herausgegeben worden. (Vgl. S cholastiker.)— DunS, ein ausdem Englischen zu uns verpflanztes Wort (<I»noe), womit man einen Dummkopf,besonders einen schwachköpsigen Gelehrten, bezeichnet. Daher führt ein satyrischcsHeldengedicht von Pope, auf die schlechten Dichter seiner Zeit, den Titel „Dun-ciade". Auch gibt es eine stanz. „Dunciade" von Palissot, und eine deutsche,bcrausgcg. von Schirach (1773). Letztere (in Prosa) unterscheidet sich von den er-stem durch Vermeidung aller persönlichen Satyre, indem sie Niemanden nennt,und das Gewürm des Parnasses nur unter erdichteten Namen züchtigt; weßhalbsie weniger Glück gemacht hat als die beiden andern.
D ü n st e. Wenn flüssige oder feste Körper mit einer ihrer Natur entspre-chenden Menge Wärmestoff verbunden werden, so verwandeln sie sich in unsichtbareklastische Flüssigkeiten, welche man Dunst mnnt. Wird diesem Dunst wiederebenso viel Wärmestoff entzogen, daß sichtbare Nebel entstehen, so enthalt der so ver-dichtete Dunst den Namen Dampf (s. d.), doch macht nur ein sorgfältigererSprachgebrauch diesen, im gemeinen Leben oft vernachlässigten Unterschied. Vonden Gasen (s. d.) endlich unterscheiden sich die Dünste dadurch, daß jene perma-nent-elastisch sind, diesen aber ihre Erpansibilität durch Eompression und Abküh-lung wieder geraubt werden kann. Dies sind die drei Formen der Verbindung desWärmestoffs mit einer wägbaren Basis zu expansiblen Flüssigkeiten. — Wegenmeteorologischer Anwendung der Lehre von den Dünsten und wegen der Literaturvgl. Ausdünstung und Dampf.— Dunstkreis heißt jeder mit Dünstenangefüllte Kreis, welcher einen Körper umgibt, besonders derjenige Theil der A t-mvsph are (s. d.), welcher so weit reicht, als die aus der Erde entbundenen Dünsteaufsteigen, auch die Atmosphäre selbst. — Dunst m esser, s. Hygrometer.
Duodecimalinaß. Nach demselben werden die Einheiten in 12 gleicheTheile getheilt, ;. B. die Ruthe in 12 Fuß, der Fuß in 12 Zoll u. s. w. Wegender Bequemlichkeit dieser Emtheilung findet das Duvdecimalmaß gewöhnlich beim! Feldmessen, vorzüglich bei verschiedenen Handwerksleuten seine Anwendung. —
< Duodecimalrechnung wird die Rechnung nach dem erwähnten Maße ge-nannt.— Duodecimalsystem, s. Zahlensystem,l Duodecime, in der Tonkunst ein Intervall, dessen beide Töne um 12diatonische Stufen von einander abstehen, oder die Quinte der Octave des Grund-lvns. — Duodecimvle, eine Figur von 12 Noten, gilt 8 von gleicher Be-zeichnung.
Dupaty (Jean Baptiste Mercier), geboren 1746 zu Rochelle, seit 1767Gcneraladvocat beim Parlament zu Bordeaux, nachher Präsident ä mortier dessel-!. den, zog sich durch s. strenge Gerechtigkeitsliebe Verfolgungen von Seiten des Mini-! sterialdcspotismus zu, der in den letzten Jahren Ludwigs XV. Frankreich drückte.^ Da er im Namen des Parlaments von Bordeaux gegen den Herzog von Aiguillon, geschrieben hatte, fo ward er, als dieser Minister wurde, 1770 auf Pierre Encise. sein Fort bei Lyon und ehemaliges Staatsgefängniß) gesetzt, und nachher verwiesen,l bis zum Regierungsantritt Ludwigs XVI. Bekannt mit den großen Mangeln derehemaligen Justizvsrfassung Frankreichs, machte sich D. ein Geschäft daraus, die-- selben bei aller Gelegenheit aufzudecken. Vorzüglich merkwürdig ist eine Denk-^ schüft, wodurch er drei unschuldig zum Rade verurthcilte Bürger von Chaumontl rettete. Außerdem hat man von ihm „keklexions knstorigues «ui les loix ori-nütteUes", ein geschätztes Werk, verschiedene „viaeoura kvallemiguoa" und, »bettre« »„r l'ltalie en 1785", welche 1788 in 2 Th. erschienen. (Deutsch vonFörster und Huber, Mainz 1789.) In diesen Briefen findet man unter vielen ein--scitigen Ansichten einige treffende Kunsturthcile und anziehende Naturschilderungen;8mir wird sein Styl oft durch gezierte Ausdrücke und Wendungen verunstaltet. ErMark zu Paris den 17. Sept. 1788. Sein Sohn (Charles Mercier), geb.iz« Bordeaux den 29. Sept. 1771, gest. zu Paris den 12.Nov. 18L5, der Wie-