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3 (1830) D bis E
Entstehung
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398
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398 Dunois Duns I

sich von stanz. Seite durch Grabung eines neuen Canals zu Moerdyk, eine gute «Stunde von Dünkirchen, zu entschädigen; auch bemühten sich die Einwohner von kDünkirchen, den Hafen in der Stille wiederherzustellen; allein die Engländer dran- kgen von Zeit zu Zeit auf die Vernichtung dieser Arbeiten. Der pariser Friede 1763, ^

den England vorschrieb, wiederholte in Rücksicht auf Dünkirchen die Bedingung ldes Friedens zu Utrecht. Lord Ehatam erwiderte dem stanz. Unterhändler, Gra-fen Bussp, der sich vergebens bemühte, in Rücksicht Dünkirchens andre Bestim- !mungen festgesetzt zu erhalten:Das englische Volk betrachtet die Schleifung Dün- !kirchens als ein ewiges Denkmal der Unterjochung Frankreichs, und der Minister .würde seinen Kopf wagen, der es sich erlauben wollte, darin andre Bestimmungenzu machen". Es wurde sogar ein englischer Eommissair daselbst angestellt, der überdie Erfüllung dieses Punktes wachen, und von Frankreich unterhalten werdenmußte. Allein im pariser Frieden 1783 wurden jene Artikel aufgehoben. Seit-dem ward an der Wiederherstellung dieser Stadt gearbeitet, so weit es die damaligeLage Frankreichs erlaubte. Die Wichtigkeit der Stadt riß den Herzog von Uorkhin, im August 1793, gegen Koburg's Rath, mit einem eignen Corps über 10Meilen von der Hauptmaste des östr. Heers vor Dünkirchen zu rücken und die eif-rigsten Anstalten zur Belagerung zu treffen. Man erwartete täglich die Übergabe,als General Houchard sich so unvermuthet und überlegen näherte, und zugleich dieBelagerten einen so wüthenden Ausfall thaten, daß der Herzog genöthigt wurde,sich eiligst mit Feldmarschall Freitag, unter dessen Leitung er commandirte, zurück-zuziehen und die Belagerung aufzuheben. In Friedenszeiten hatD., als Freihafen,einen ausgebreiteten Handel. Auch seine Tabacksfabriken sind bedeutend. ,

Dunois (Jean von Orlcans, Graf v., und von Longueville), geb. 1407,gest. 1468, ein natürl. Sohn Ludwigs, Herzogs von Orleans, der vom Herzogvon Burgund ermordet wurde, und der Frau von Canny-Dunois. D. wollte denNamenBastard von Orleans" durch Kriegsthatcn berühmt machen. Er beganns. Laufbahn mit der Niederlage Warwick's u. Suffolk's, die er bis Paris verfolgte. >Von den Engländern belagert, vertheidigte er Orleans mit dem größten Muthe, bisdie Jungfrau von Orleans ihm Entsatz zuführte. Dem Grafen D. gehört fast ein-zig und allein die Ehre, die Feinde aus der Normandie und Guienne verjagt zu ha-ben. 1441 brachte er ihnen den tödtlichen Schlag bei Chatillon bei, und man kann iwol sagen, daß Karl VII. seinen Thron D.'s Degen verdankte. D. erhielt von ihmden TitelWiederherstelln des Landes", die Grafschaft Longueville und die Würdeeines Oberkammerherrn von Frankreich. Ludwig XI. schätzte ihn nicht weniger.Dessenungeachtet war D. die Seele der Partei, welche sich gegen Ludwig erhob undsich den Bund der öffentlichen Wohlfahrt nannte. -

Duns (John), ein Scholastiker vom Franciscanerorden zu Ende des 13.Jahrh., aus Dunston in Northumberland, oder der Stadt Duns in Südschott- ;land, daher auch Scotus genannt, sowie s. Anhänger ScoListen. Als einer jder feinsten und scharfsinnigsten Denker s. Zeit erhielt er den Beinamen vootor -«ubtilis. Von seinem Gegner, Thomas von Aquino, wich er hauptsächlich durch idie Behauptung ab, das Allgemeine sei nicht bloß der Möglichkeit, sondern auch der sWirklichkeit nach (sotu) in den Objecten gegründet, und es werde als Realität dem jVerstände gegeben. Auch suchte er die Nothwendigkeit und Wahrheit der göttli-chen Offenbarung zu erweisen und den kosmologischen Beweis für das Dasein Got- >tes bündiger zu machen. Er war um 1275 geb., studirte zu Oxford Philosophie, sMathematik, Rechtswissenschaft und Theologie, und trat daselbst als Lehrer mitdem größten Beifall auf. Die Obern s. Ordens sandten ihn 1304 nach Paris, Uwo er ebenfalls lehrte, und nach Köln, wo er 1308 starb. Er commentirte in s. ^Werken den Aristoteles und den Lombardus. Alle seine Werke, über deren Dun- stkelheit man von jeher geklagt hat, sind (Lyon 1639, 12 Bde., Fol.) von Wadding h