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3 (1830) D bis E
Entstehung
Seite
13
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®a(matien 13

häufige JluSwanbevungen unb bie in ba$ 3. unb 4. ©lieb fortbauettibe Blut*rad;e. ©S gibt unbucd;bringlid;e SBalbwtgen unb mit Sümpfen bebeckte @e=genben. Sie Salmatier ober Salmatiner ft'nb ein fdtjcnet 3)ienfd;enfd;!ag,kühne Seeleute unb gute Sotbaten, wenn fte gut angeführt werben. 83ene=bigS ehemalige militairifd;e Ihraft beruhte ganj auf biefer ^rouinj. 5D?an gibtben Salmatiern überhaupt, unb tuol nicht mit Unred)t, einen hintettifiigen©harakter unb Üfaubbegietbe Sd;utb; Streben nach Unabhängigkeit ift faftallgemein; ein eigenthümlid;er 3ug ihres ©harakterS ift, bafj Biele oon ihnenben fjelbenfob (wie fte ihn nennen) am Spiefje einem natürlichen im Sdjofjeihrer gamiliett »orjiehen. Sie rebett eine flawifdje Sßunbart. Sie B?or =laden (2J?orlad;en), welche in bem Snnern beS SanbcS unb in ben ©ebirgS*gegenben, auch im türfifchen Sanbfchak fjerfeck, wohnen, machen nur einenSheil ber Nation aus. Sie ftnb oortrefflidje Solbaten, hoben aber ebenfallseinen entfehiebenen f)ang ju SRäubercien unb jum Stunle, bod; ft'nb fte gaflfrei,wohlthotig unb gewiffenhaft in Erfüllung ihrer Besprechen. Bei ihrer 21b-neigung gegen jebe Unterwürfigkeit leben fte in einet 2Cvt non Staturjuftanb.3lber fte ft'nb aud; beftwegen fietS eine gute Sdjugwchr gegen bie Angriffe berSürken non biefer Seite gewefen. Bon ben Sitten unb ©ebräudjen ber Berg*bewohnet (fjaibuefen) hot bie ©täftn Dtofenberg in einem, auch ins SeutfdjeÜberresten BJctke:Sie SRorladen", ein interejfanteS, aber burd; Sid;tfunfinerfchonerteS, ©emälbe aufgeftellt. Sie Bewohner ber Snfeln treiben nor=jüglid; gifd;etei, unb gehen als Änedjte auf bem feften Sanbe ober a!S 9J?a=trofeit auf .ftauffahrteifd)iffen in Sicnfie. Sie Snfeln finb nicht fel;r frud;l*bar, weil man fte nicht gartenmäfiig burd; Serraffftung ber f>6l;en, wie bod;bie Statut unb bie Sage beS BobenS mitftchbringt, beftcllt; »etfd;iebene hobengute fjafen, unb bringen niel Schiffbauholj hrtnot, baher aud; niete Schiffeba gebaut werben. Sic Bewohnet beS feften SanbeS treiben Jfcferbau unb ©e*werbe fehr nad;läffig, mehr noch Biefjjucht unb einigen $anbel; norjüglid;wibmen fte ftd; bem Seeleben. So lange ber Boben nid;t mehr hernorbringtals jeljt, fo lange kann ber Bewohner Weber ©ewetbfleifi noch bebeutenbeitdgjanbet haben, jumal bic grofen ©emeinl;eiten nach bisherigem balraatifdjenVerkommen Weber getl;eilt, nod; bie übetgrofen liegenben ©tünbe ber einzelnenBeft'fjer unter mehre ©eben nertheilt ju werben pflegen. Sie Salmatier füh=ren Unfdjlitt, ^»afenfelle (welche Untere erft auS Bosnien bejogen werben),etwas Ql, geigen, iffiein, Branntwein, 2öad;S unb eingefallene gifd;c innerfd;iebene $äfen aus, unb nehmen bagegen Seinwanb, £üd;er, ©affee unbBucker, aber nur in geringen Quantitäten, fobaft bet Bottbeil beS &aufd;=hanbelS auf ihrer Seite ift. Sie ®olb = , ©ifen* unb Steinkohlengruben beSSanbeS liegen unbenu|t. Sara, cfptft., Si(j beS Statthalters unb $afen,hat 6000, Spalatro 7500 ©inwohner. Sott ft'nb romifd;e Siuincn; hier,im alten Salona, SiocletianS s palaft unb eine tomifche SBofferleitung. 3uSalmatien wirb ber ebenfalls unter bfireid;ifd;et $errfd;aft ftefjenbe, cbe=malS ju Albanien gehörende Siftrict oon ©attaro, ber in bogenförmiger©eftalt unt ben Bteerbufen liegt, gerechnet. Sic 13 berühmten Buchten(Bocche di Cattaro) bilben ben ft'd;erfien fjafen im abriatifdjen Bteere unbgewähren maletifd;e tlnft'djfen. Sie ©inwohner (30,000) ft'nb nortrcfflidjeSeeleute unb Waren unter ber nad;läfft'gen t)enetianifd;en Scegietung jutDtäuberei, befonberS auf bem SJJeete, geneigt; ju Sanbe ftnb fie burd; il;te©ntfd;loffenheit unb Keckheit bie gefährlid;ften geinbe ber Sürkrn. Bei einemÄiiege £>ftrcid;S mit ber fPforte ift wahrfdjeinlid; ber jwtfd;en ben alten unbneuen Beft'&ungen ÖftreichS eingeklemmte SEheil beS türkifd;en 9teid;S, befie=l;enb aus Äroatien, Bosnien, Serbien unb Salmatien, unb baS tßprifd;e @e=