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3 (1830) D bis E
Entstehung
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Balberg (Äacl S^eobor 2fnfon SRatta)

bürg itnb S3ifdjof ju 3Bonn§ unb Konflanj, SStifgt. beS franj. SlationalinjlitutS,gcb. b. 8 . gebt. 1744 ju ^ernSheim bet SBormS auf bem ©tammhaufe beS Dal=bcrgf^/ m ©efd)led)tS, manheimer ginie. ©ein Batet trat furfütflC. mainji=fif)ev ®e(;.:9Jatf), Statthalter non SBotmS unb Burggraf ju geiebberg. ©rerhielt eine treffliche ©rjiehung unb wibmete ftdj in reifem 3 a()ren bem geifhlid)ett ©tanbe, l)ielt ft cf) abwechfelnb tfjeifg in BiormS auf, tfjeilö ju 5>famIjeim unb SWainj, unb machte netfehiebene Steifen. Balb würbe er ©apitular--l)ctr bei bem ©rjflifte SO?ainj unb Domherr in ben £od)fliftern Sßürjburg unbBBormS. 1772 ernannte ihn ber Kutfürfl jttm witfl. ©ef;.=9tatf) unb ©tatt=hälfet- jtt ©rfutf. (fr unterjog ftd) »ahrenb feine« oicljahrigen Aufenthaltsbafelbft alten ©efehaften mit mujterhaffem gleife, feltener DrbnungSliebc unbfPünftiichfeit, unb geigte butch feine Rettert Anftd;ten unb tiefen Blicfc in baSlöefen jebcS ©cfdjaftS, baf er ganj jut Ceitung widriger ©efcfdfte gemachtfei. Dabei befeeltc ihn eine unbcffechlidic ©credf)tigfeitSliebe unb ein uncrfchütterlidjcr 9Jt uth in Behauptung Deffen, was er für red)t unb gut er-bannt f>atte. SBiffenfchaft unb Kunfl waren biejettigen ©cgenjlanbc, be=iten er feine ganje Neigung wibmete. ©t unterfiuftte ©elehtte unb Kün(t=ter, jog fte in feine Stahe, fudjte jebem aufblühenben Salente feine ©nt=witfelung ju erteidjtern, unb fyklt ju bem ©nbe in feinem ^aufe Ber=fammlungen, an benen jebet ©ebitbete Anteil nehmen fonnte. Die Afa=bemie&tkher SBiffcnfchaften ju ©rfurt, beren ^raftbent et würbe, erhieltburch ihn neue« geben; et arbeitete felbfl Kiele gelehrte Abhanblungen unbfchatffmnige SBetfe aus unb wußte burch 2hei(naf)me an ber SEBirffamfeitbet Künjller unb ©elehrten ftd) ihr Zutrauen unb ihre Betehrung ju ctt»er=ben. 1787 auttbe er ©oabjutor beS ©rjftift« unb ÄurfürjlenthumS SJtainj,fowie beS $od)fliftS SEBormS, unb 1788 ©oabjutor Kon Konflanj unb ©rj=bifchof non SarfuS. 18Q0 gelangte er jur Stegierung beS ^ochfiiftS Kon=flanj, unb 1802 würbe et nad) bem SEobe beS Kutfürffcn Kon 9Jfainj Kurfürjtunb ©rjfanjler beS beutfehen SteichS. Durch bie neue politifche ©ejlaltungDeutfddanbS 1803 fam er in ben Befifs nott SvegenSburg, Afchaffenburg unbtBefslar. ©eit 1806 warb et beS t)til ©tuhlS ju StegenSburg ©rjbifchof unbPrimas, gütflprimaS beS vheinifchen BunbcS, fouoerainer gütjl unb $etroon StegenSburg, Afchaffenburg, gcanffurt a. fSt. unb 3Be§lar. 3« StegenS=bürg errid)tetc er bem berühmten Kepler baS erfle Denfmal. 1810 trat erbaS gürffenthum StegenSburg an Saiern ab, unb erhielt bagegen einen bc=ttdcftlichen 2 d)eil ber gürjtenthümer gulba unb ^anau, unb warb ©tofherjog.1813 nerjichtete er freiwillig auf alle feine Beßrungen als ganbeSherr unbjog fleh in ben ©tanb eines fprinatmannS jurücf; nur feine geglichen ®e=red)tfamc als ©rjbifchof behielt er ftd) Kor. ©r wählte 51 t feinem Aufenthaltefeine ehemalige Stefibenjflabt StegenSburg. BefonberS lief biefer f> 6 df>fl wol)l=thatige gütfl bie Untcrftühung ber Armen, für bie er eine noch blühenbe An=ffalt jftftefe, unb bie Berbefferung ber ©djulanffalten ftd) angelegen fein. AIS©rofhet^og Kon granffurt befanb er fid) in fefwierigen Berhdltniffen; beimburch bett neuen Stegenten Kerlor ber fleine ©faat feine ©elbßdnbigfeit unbehemalige Berfaffung. Dies fdjon machte, baf man ihm nicht überall mitgiebe entgegen fam. Snbeffen Kerbanft ihm granffurt bie fdjönen Anlagenum bie ©fabt. Das gürfienthum Afchaffenburg, auch 3Be|lar, beft'ben blehbenbe ©rinnerungen an D. Borjüglid) lief et ftd; ba« ^perfonal beS ehe=maligen SteichSfammcrgerichtS empfohlen fein. AIS ©rjbifdfof Kerrichtete D.an geßtagen ben ©otteSbienfl in ber .fjauptfirche ju StegenSburg, feines bo=hen Alters ungeachtet, pcrfbnlid), fowie er jebe« anbre ©efdjaft feines Am=teS mit ßrenger ©ewiffenhaftigfeit Kerfah, unb feinen Untergebenen ffets als