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Die Geschichte der Rittergüter in Reuß älterer Linie
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Hans Christoph von Dobeneck auf Ober-Zoppoten ist am 5. August 1757gestorben und hat neben seiner Witwe C h r i s t i n a S i d o n i a geb.von Rüxleben 11 Kinder hinterlassen:

Christine Auguste Magdalene,

Hans Wilhelm Heinrich, Ober-Lieutenant,Hans Friedrich August, Oher-Lieutenant,Hans Karl Erdmann, Hauptmann,

Hans Ludwig Christian, Hauptmann,Hans Ferdinand Philipp,

Friederike Sophie Wilhelmine,

Hans Philipp Heinrich,

Hans Christian Rudolf,

Henriette Christiane Amalie,

Hans Gottlob August,

geb. 1731.geb. 1732.geb. 1733.geh. 1737.geb. 1739.geb. 1741.geb. 1744.geb. 1747.geb. 1748.geb. 1752.geb. 1755.

Sämtliche Lehnserben besitzen zunächst das Rittergut Ober-Zoppoten nebenden Gütern Buch und Rothenbürg gemeinsam 148 ). Und als Hans WilhelmHeinrich von Dobeneck als Ober-Lieutenant beim Fürst Waldeck Infanterie-Regiment in Wien am 6. Mai 1759 im Alter von 26 Jahren verstirbt, ver-erbt er seinen Gutsanteil an seine Mitbesitzer.

Am 12. April 1760 verkaufen die Dobeneckschen Erben das Ritter-gut Ober-Zoppoten für 15 000 Mfl. Kaufgeld und 60 Spezies-Dukaten Gönne-geld an den Fürstl. Sachsen-Gotha-Altenburgischen Landkammerrat Aemi-liusFriedricliWilhelmMetzsch auf Oberböhmsdorf 149 ).

Gleich im Anschluß an diesen Verkauf klagt Johann Paul Orlamünderaus Zoppoten am 12. Juli 1760 bei der Regierung 150 ),

„das Weyl: Herrn von Dobenecks Relicten zu Bug ihr väterl: Ritterguth alhierOberzoppoten an Herrn Land-Camerrath von Metzsch zu Oberböhmsdorff ver-kauftet, und nun schon vor 9. biß 10. Jahren vorher ihr resp: Ehegemahl undHerr Vater bey seinen aufgeführten AlaunWerck, neben und an meinen Holtzliegend, wobey bald mit diesem bald mit jenem betrieben und befahren immerSchaden p. gehabt, zuerst einen Schacht welcher an seinen Holtz-Rangen untenher, unter meinen Holtz wech, weit hinauf gebauet und daraus Schiefer zuAlaun gewinnen und auf 100 Fuder in mein Holtz und auf dessen Grund undBoden gefahren und hernach wieder darauf an einen andern Orth einschlagenund Leimen daraus graben lassen, welches er alles ohne mein Wissen undWillen getlian ..

Dobeneck habe ihm nun wohl dafür eine Entschädigung versprochen ge-habt, sei aber darüber gestorben. Dobenecks Erben hätten darauf dasAlaunwerk liegen lassen und das darauf liegende Holz verkauft. Aber balddarauf ist der ganze Schacht unter Orlamünders Holz samt den daraufstehenden Bäumen eingebrochen. Orlamünder verlangt nunmehr von denDobeneckschen Erben eine Vergütung für diesen erlittenen Schaden, kannaber von ihnen nichts bekommen. Er selbst schätzt den erlittenen Schadenauf 20 Rtl. und bittet nun die Regierung, ihm bei dem jetzigen Verkauf

14S ) R-A: a. Rep. R, Cap. XXIV, Nr. 128.

148 ) a.a.O.

lsfl ) a. a. 0. Nr. 79.