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Die Attribute des neuen Deutschen Reiches
Entstehung
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Aqnensis (argentea, seu Regni) lind die Corona Mediolancnsis (fcr-rea, Lombardica). Zwar ist die noch heut zu Aachen vorhandeneKrone nur eine Königskrone: doch gerade, weil das neue Kaiser-thum ein Deutsches nicht das Römisch - Deutsche ist, hätte viel-leicht diese alte Deutsche [Königskrone bei der Wahl einerKrone für den neuen Deutschen Erbkaiser berücksichtigt wer-den können. Die Gesammtform sowie die Ornamente scheinendafür zu sprechen, dass wir dieselbe Krone vor uns haben,die der König Richard von Cornwallis dem Aachener Stifteim Jahre 1262 nebst dem ebenfalls heute noch daselbst vor-handenen Scepter für die Krönungsfeie'rlichkeiten verehrte. 1 ) EineLilienkrone, der Aachener Krone sehr ähnlich, erblickt man be-reits auf dem Haupte Friedrichs II. von Hohenstaufen, auf demSiegel einer Urkunde zu München vom Jahre 1213. Friedrich,welcher bekanntlich erst 1218, nach dem Tode Ottos IV., dieReichsinsignien (imperialia) erhielt, ist hier als König dargestellt.Die Krone hat einen Bügel und eine bis zu demselben aufsteigendeMütze, was Römer-Büchner a. a. 0. S. 33, so wichtig es ist, zumelden unterlassen hat.

Die Römisch - Deutschen Reichskleinodien, darunter die alteReichskrone, befinden sich in der Kaiserlich Oesterreichischen Schatz-kammer zu Wien, wohin sie im Jahre 1796 (nicht 1798) mit denübrigen, auf Anordnung Kaiser Sigmunds seit 1424 bis dahin zuNürnberg aufbewahrten Reichskleinodien geflüchtet worden sind.Als die Stadt Nürnberg nach der siegreichen Beendigung derBefreiungskriege, namentlich in den Jahren 18241834, das Auf-bewahrungsrecht für sich reclamiren wollte, Hess Kaiser Franz I.von Oesterreich erwidern, »dass das Römisch-Deutsche Reich auf-gelöst sei und die Königl. Bayrische Stadt Nürnberg nicht dieRechte der ehemaligen Reichsstadt in Anspruch nehmen könne.»

Diese durchaus correcte Antwort des damaligen Kaisers vonOesterreich lässt übrigens die schwierige Rechtsfrage nach dem

i) Dr. Fr. Bock, a. a. 0. S. 13.