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Iieichs arlialten wissen wollte, verhindert hätte, die Attributedes Königreichs Preussen zugleich für die Attributedes Deutschen Kaiserthums zu erklären.
Eben deshalb wurde auch der Gebrauch eines Doppel-adlers, von welchem der eine Kopf den Adler des DeutschenReiches, der andere den Adler des Königreichs Preussen bezeich-net haben würde, wie ehedem beim Römisch-Deutschen Reichder eine Kopf des Doppeladlers das Imperium Romaimm, der an-dere das Regnum Germauieum anzeigte, verworfen 1 ) und über-haupt erst dann, nachdem die Neuschaffung verschiedener Reichs-behörden und eine Kaiserliche Verwaltung der wieder erobertenReichsländer Eisass und Lothringen für unumgänglich nöthig er-achtet worden war — also lange nach Annahme der Kaiserwürde —an besondere Zeichen für das neue Deutsche Kaiserthum gedacht.Es wurde nämlich durch einen Allerhöchsten Erlass d. d. Berlin27. April 1871 »bis auf weiteren Befehl« für die anzufertigendenStempelmaterialien als Emblem der schwarze einköpfige gekrönteAdler, auf dessen Brust der Preussische Adlerschild aufliegt, zumGebrauch angeordnet, und ferner, durch einen Allerhöchsten Er-lass d. d. Coblenz 3. August 1871, das Kaiserliche Wappen unddie Kaiserliche Standarte festgestellt.
Weit später noch erging der vorbehaltene Allerhöchste Befehl
!) Ahnungsreick sind die Worte des gelehrten Freiherrn von Köhne zuPetersburg, der trotz seiner hohen Stellung im benachbarten Czarenreiche eintreues Deutsches Herz in seiner Brust bewahrt, am Schlüsse seiner höchstinteressanten Abhandlung: „Vom Doppeladler“ (Berliner Blätter für Münz-,Siegel-, und Wappenkunde, Bd. VI.): „Nun ist unter den Mauern von Parisdurch Fürsten und Volk ein neues Deutsches Reich geschaffen worden.Welch’ ein Wappen hat dasselbe anzunehmen? An den alten Doppeladlermit Heiligenschein darf man nicht denken, denn dieser gebührte dem Rö-misch-Deutschen Kaiser': mit Italien hat aber Kaiser Wilhelm nichtszu schäften.“ — Fürst Hohenlohe ferner, der neueste Deutsche Schriftsteller,der über den Doppeladler umfassende Untersuchungen angestellt hat, schrieb:„Was Deutschland Noth thut, ist die einheitliche Leitung. Diese soll auch imneuen Wappen ausgedrückt werden. Mit dem verderblichen Dualismus istauch der Doppeladler gefallen!“