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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
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gleich einige Erfrischungen von den Erzeugnissen deö Landesreichen. Bei der Unterhaltung labte der Bischof die ErzdiöecseKöln sehr und wußte viel Rühmliches und Gutes »an ihr zusagen. Bevor uns der hochw. Herr entließ, führte er uns aufeinen, vor dem Empsang-Salon angebrachten großen Balkon.Ein schönes Bild überraschte uns hier: Wir sahen über dasMeer mit seinen Schiffen, den vielen Inseln und die Stadtund Insel Syra zu unsern Füßen und erhöhte die Beleuchtungder scheidenden Sonne den ohnehin schon prachtvollen Anblick.Beim Abschied ertheilte uns der hochw. Herr seinen Segen undwir kehrten zum Schiffe zurück.

Auf der Insel Syra trennte sich unsere Karawane, dieHerren: Reg.-Rath Dr. SchlünkeS, Pfarrer Schwitz, Palm,Hcnnes, Herr Dechant Hcydcn und Herr Dircetor Ryckers fuh-ren auf dem SchiffeEgitto", welches von Eonstantinopclgekommen, über Trieft nach Deutschland zurück. Die Herrenhatten die Güte, Briefe und Aufträge mit in die Hcimath zunehmen. Die Herren: Pfarrer Lamberts, Hermens und ichblieben auf dem SchiffBorwärts", um nach Aneona zu fahrenund über Aneona nach Trieft fuhr Herr von Borch-Briesenthalnach seiner Hcimath Schlesien.

Wir begleiteten die Herren, die dircet nach Deutschlandreisten, auf das Schiff, nahmen herzlichen Abschied und kehrtengleich wieder zurück, weil derEgitto" um 6 Uhr abfahrensollte, wir aber erst später in der Nacht. Als daS Schiff,worauf sich unsere lieben Mitpilger befanden, die Anker lichtete,boten wir uns nochmals den Abschiedsgruß durch Schwenkender Tücher, so lauge anhaltend, als wir uns scheu konnten.Abends spät und in der Nacht hob sich der Wind, das Meerwar sehr bewegt und wir befürchteten wieder Sturm.