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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
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men wurden. Das Earmclitcrkloster, ein neues, weitläufigesgroßes Gebäude, in den 30er Jahren durch die Bemühungen !des Klosterbruders Jean Boptiste errichtet, liegt auf einem hohen ;Felsen, dicht cnu mittelländischen Biecrc. Die mit dem Kloster !

in Verbindung stehende Kirche ist eine Rotunde mit einer hohen i

Kuppel. In der Kirche sind drei Altäre; nnf dem Hochaltar ist !das Gnadcnbild der Mutter Gottes vom Scapnlicr, und vor dein !Altare führen einige Stufen herunter zur Grotte des Propheten !Clias, und der Fußboden der Kirche ist sehr schon mit Marmorausgelegt. Um D /2 Uhr wurde der sakcamcntalische Segen er- !theilt. Nach dem Abendessen legte ich, als Kassirer der Pilger- !Karawane, die hier ihr Ende erreicht, Rechnung ab und glaube bc- !merkt zu haben, daß die Karawane mit ihrem Finanz-Ministerzufrieden war, denn ich konnte noch, wider alles Erwarten, einnettes Sümmchen zurückerstatten, welches unter uns zu gleichenTheilen vertheilt wurde. Die Rückfahrt von hier war schon inTrieft vor der Abfahrt bezahlt.

15. April. Morgens 7 Uhr diente ich dem Herrn Pfarrer> Palm die h. Messe in der Kirche auf dem Carmcl, empfing die

i h. Eommunion und betete am Gnadcnbilde Mariens für Alle,

I die sich meinem schwachen Gebet empfohlen. Später besuchtenwir die Schule der Propheten, ein in einem Felsen ansgchane-ner länglicher Raum von 40 Fuß Länge, 24 Fuß Breite und18 Fuß Höhe. Hier hatten im alten Bunde die Prophetenihre Schule und hielten dieselben wöchentlich hier jeden Don-nerstag ihre Zusammenkunft. In diesem Raume befindet sicheine längliche Höhle von 12 Fuß Länge, ö Fuß Breite und 7Fuß Höhe. In dieser Höhle soll die h. Jungfrau Maria aufihrer Reise geschlafen haben. Dann besuchten wir noch dieGrotte von Simon Stock, der hier gelebt hat und zum Ercmi-ten-General gewühlt wurde. Auf diesem hohen Berge sind zweiwasserreiche Cisterncn. Wir gingen nun den Berg hinab anden Strand, suchten und fanden mehrere Muscheln. Da dasWasser sehr einladend war, nahm ich hier ein Bad. Wir be-