123
wo das Fest „Maria Verkündigung", welches wegen der Char-woche von der Kirche anf diesen Tag verlegt worden war, ge- jfeiert wurde, und mit einer Einladung zum Frühstück nach !Beitdschalla beehrt. ^
XXVII.
Iejt Wariä Verkündigung in Weitd-schaü'a. Die Hodesangstgrolle. Aas HraöWariä.
4. April. Heute Morgen um 5V Uhr ritten wir vonJerusalem nach Beitdschalla, um der Einladung des PatriarchenFolge zu leisten. Der Morgen war sehr schön, und so zogenwir zu dem lieblichen und schönen Kirchenfeste. In Beitdschalla,welches nicht weit von Bethlehem liegt und an einem Berge,anf einer Anhöhe gebaut ist, hat der Patriarch eine Kirche undein Seminar errichtet znr Ausbildung von eingeborenen Prie-stern. Je näher wir dem Orte kamen, desto mehr zogen frommeEinwohner der Umgegend dahin. Von Ferne hörten wir schonden so lang entbehrten herrlichen Klang der Glocken, die zurAndacht riefen, und wir stimmten Marienliedcr an. An der !Sommerwohnung des Patriarchen angekommen, wurden wir voneinigen Geistlichen empfangen und gleich znm Patriarchen ge-führt, der uns bis znr Thür entgegenkam. Wir mußten unsanf Divans niederlassen und einige Erfrischungen nehmen. Gegenü Uhr, während unsere geistlichen Herren mit dem Patriarchenzur Sakristei gingen, wurden Herr Hcrmcns und ich von einemKanonikus in die Kirche begleitet. Die Kirche war schon ganzgefüllt mit Männern, Weibern mit ihren Säuglingen an derBrust und vielen Kindern, .die alle so unruhig waren, daß ichglaubte, eher auf einem öffentlichen Jahrmarkt, als in einer