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Kirche zu sein. Die Ruhe wurde auch nicht hergestellt, als derGottesdienst begann, obschon der die Kirchcnpolizei handhabendeFranziskaner sehr oft die Hanptrnhcstörer znr Kirche heraus-brachte, was nicht inuncr auf die zarteste Wcse geschehen konnte,und wobei der Gürtel desselben mitunter in Anwendung kam,wenn mit Worten nichts ausgerichtet werden konnte. Bei demfeierlichen Pontifiealamte, welches der Patriarch selbst eelebrirtc,woran außer den Assistenten und den Ministranten wohl nochzwölf geistliche Herren, theils mit Ehormäntcln und theils mitLeviten bekleidet, welche rings um den Altar auf Stühlen saßenund erhöhte dieses die erhabene hohe Feier. Der Patriarchhatte die Aufmerksamkeit, heute znm ersten Male den von unsfür daS h. Land geschenkten Kelch bei dem heiligsten Opfer zugebrauchen. Nach dem Evangelium wurde wohl eine Stundein arabischer Sprache gepredigt, wovon ich aber natürlicherWeise kein Wort verstand. Während der Predigt konnte ich,ohne daß cS aufgefallen wäre, mich in der Kirche umsehen. Diegeschmacklosen bunten Fenstern störten den Eindruck, den dieKirche sonst macht. An verschiedenen Altären wurde die h.Messe gelesen; bei der h. Eommnnion des Priesters kamenMänner und Weiber, viele der letzteren mit den Säuglingenan der Brust, und empfingen an den Stufen des Altars, kniccndoder stehend die h. Eommnnion. Welch' ein Gedränge und Ge-wühl war hier! Der die h. Eommnnion spendende Priesterhatte selbst mit dem Ciborinm in der Hand für Ruhe undOrdnung zu sorgen. Dies anzusehen war nicht erbaulich. Nachbeendigtem Gottesdienste wurde der Patriarch, dem wir uns an-schlössen, in Prozession nach seiner Wohnung zurückgeführt. Gleichdarauf begann das Frühstück, zn welchem auch die Mitgliederder französischen Karawane eingeladen und erschienen waren.Bei Tisch brachte der Patriarch einen Toast auf die beiden Ka-rawanen aus. Nach dem Essen wurden wir auf die Terrassegeführt, wo der Kaffee gereicht wurde. Zur Unterhaltungsangen die Seminaristen einige mehrstimmige Lieder, brannten