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kupferne Schaalen, gefüllt mit Esclömilch. ^Nachdem wir ge-trunken und gedankt, ritten wir weiter. Auf der Rückreise vonSt. Johann in der Wüste nach Jerusalem untre bald unsermlieben und geehrten Mitpilgcr, dem Herrn Rcgicrnngs-RathOr. Schlünkes, ein großes Unglück zugestoßen. Wir rittennämlich an einem Abgrunde vorbei, über Felsen, die durch denRegen sehr glatt geworden waren. Herr Hermens, der hinterHerrn Schlünkes ritt, bemerkte, daß dessen Pferd lahmte undrief ihm zu, gleich abzusteigen, was auch geschah. Herr Schlünkeswollte nun sein Pferd am Zügel führen, doch kaum hatte der-selbe einige Schritte gemacht, als es zusammenstürzte und inden Abgrund fiel. Die Fürsehnng hatte den guten Herrn be-schützt. Herr Schlünkes bekam nun das Pferd eines Mnck'crSund nun ging eS nach Jerusalem zurück, wo wir gegen 6 Uhrankamen. Bei unserer Ankunft in Jerusalem trafen wir denfreundlichen Pater Deo GratiaS aus dkairo mit dem HerrnDoetsch aus (doblcnz, die wir bei unserm Aufenthalte in EghP-tcn kennen gelernt hatten. Hier sei noch erwähnt, daß das ge-stürzte Pferd zur größten Freude unseres Dragoman'S außereinigen Hantvcrlctzungcn keinen Schaden gelitten, den Weg nachJerusalem selbst wieder zurückgefunden und uns auf unsererspäteren Reise noch gedient hat.
XXVI.
St. Annakirche in Jerusalem. DieKlagemauer der Juden.
3. April. Die auf dkosten Napoleons III. im Neubau be-griffene St. Annakirchc, der heute unser erster Besuch galt, be-findet sich an der Stelle, wo das Hans der Mutter Annagestanden, und worin der Sage nach die h. Familie Joachimund Anna mit der h. Jungfrau Maria zeitweise gewohnt hat.