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Blätter aus dem Tagebuch eines Pilgers nach Jerusalem im Jahre 1864
Entstehung
Seite
93
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rcre fromme Bewohner Jerusalems sowie einige Nonnen derTöchter Sion's in der Engclskapclle anwesend, die an derkleinen Ocffnnng, welche zum h. Grabe führt, die hl. Com-mnnion empfingen. Nach beendigter h. Messe begaben wiruns in die Sakristei, sahen dort das Schwert, die Ordenskettemit dem Ritterkreuz des h. Grabes, welches Gottfried vonBouillon bei Eroberung des h. Grabes getragen hatte und be-gaben uns nun gegen 7 Uhr Morgens znm Hospiz zurück.

XIX.

Die Basilika des t). Grabes.

^ic Basilika des h. Kreuzes oder des h. Grabes wurdevon der h. Helena, Mutter Constantin's des Großen, erbaut,ist aber im Laufe der Jahrhunderte oft geplündert und zerstörtworden und brannte 1808 ab. Nur das h. Grab bliebbei diesem großen Brande verschont. Seitdem mit großen Kostenwieder aufgebaut, bildet die Kirche mit einer Faoade aus dem5. oder 6. Jahrhundert und mit ihren zwei Kuppeln ein großesimposantes Gebäude, welches all' die nachstehend beschriebenenh. Stätten umschließt. Die Hauptkuppcl, die wieder sehr bau-fällig, ist der Streitpunkt der christlichen Mächte. Jede Machtwill auf eigene Kosten die Kuppel wieder herstellen, nur nichtgemeinschaftlich. Das Eigcnthnmsrccht an die Kirche haben dieKatholiken, Lateiner, Griechen und Armenier. Die Kopten,Jaeobiten und Maronitcn nur einen Altar. Die Türken aber,die jedem Andersgläubigen als dem Belenncr dcö Islam denZutritt in ihre Moscheen nicht gestatten, besitzen den Schlüsselzu der h. Grabeskirche, dem allerheiligsten Gotteshaus derChristenheit. Am Eingänge liegt eine türkische Wache auf

X.