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vi-.Zschokke hielt eine kleine Anrede, worin er besonders hervor-hob, wie groß die Gnade sei, die Gott nns auf unserer Pilger-fahrt schon erwiesen, indem wir die Reise zu Land und Meer-trotz aller Gefahren glücklich überstanden und nun am Zielangekommen, um den anzubeten, der hier in Jerusalem gestorbenund auferstanden. Dann hieß er uns nochmals willkommen,stimmte das schöne Loblied: „l'o vomu Imnla>m>s« an, was wirvon ganzem Herzen mitsangen. Nach beendigtem Dankgottes-dienste wurden nns die Zimmer angewiesen, die wir währendunseres Aufenthaltes in Jerusalem bewohnen sollten. Vondem großen Eindruck, den der Besuch des hl. Grabes auf unsgemacht, waren wir tief bewegt. Nach dem Abendessen bestiegenwir das Dach des Hospizes, es war bereits dunkel, wenn über-haupt die Nacht im Orient dunkel genannt werden kann, undheute noch um so weniger, da gerade Vollmond war. Welch'eine Ueberraschung bot sich nns dar! Auf der hl. Grabeskirchcstand ein großes, hellcrleuchtetcs Kreuz; die Griechen feiertenden ersten Tag ihrer großen Fasten, weshalb dieses Kreuz illn-minirt war. Auf den verschiedenen Consnlatcn waren dieFlaggen ihres Landes aufgehißt. So sah ich Jerusalem in derNacht! — Ucbcrwältigt von dem Eindruck der letzten Stunden,begab ich mich ermüdet zur Ruhe.
IX.
Die HMm'nweihe im ljl. Hrabe.
^en 20. März. Auf heute, Palmsonntag, Morgens 6 Uhr,war die Karawane zur Palmenweihc und Prozession von demhochw. Patriarchen von Jerusalem in die hl. Grabkirchc ein-geladen. Bei unserem Eintritt in dieselbe sahen wir, daß derTheil der Kirche, worin sich das hl. Grab befindet, mit türkischemMilitär besetzt war, und zwar zum Schutze der Lateiner (wie
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