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Aber du hast nicht gewollt — darum werden auch Tage überdich hereinbrechen, von denen du sagen mußt: „sie gefallen mirnicht". — „Kein Stein wird auf dem andern bleiben, undJesnS sah die Stadt an und weinte". — Weinte über dieSünden der Welt. — Auch ich weinte. — Die Prophezeiungdes Herrn ist also buchstäblich in Erfüllung gegangen. Hierauf dieser Anhöhe kam der Direetor des österreichischen HoSpiz,der hochw. Herr V,-. Zschokke, um uns zu begrüßen. ImAngesicht«: der Stadt Jerusalem hielt der hochw. geistliche HerrRcgierungsrath vr. SchlünkcS, als Viecpräsident der Karawaneeine Ansprache, als Dank- und Bittgebet. Er dankte für alleGnaden, die der Welt aus dieser Stadt geworden und bat denHerrn Himmels und der Erde, daß auch uns Allen die Segnun-gen zu Theil werden mögen, die Jeder von uns von der Pilger-schaft erflehe. Wir knieten nieder, die hl. Stadt vor Augen,
und beteten.
Still, ein Jeder sich seinen eigenen Betrachtungen hingebend,waren wir bis zum Jaffathor vor Jerusalem angekommen.Hier empfing uns der österreichische General-Consnl, Herr Baronvon Lenk, um uns im Namen seiner Regierung zu begrüßen,und bot uns mit der größten Liebenswürdigkeit seine Dienste an.Wir beruhigten gleich die nun auf uns herankommenden Stcucr-Aufschcr durch einen Backschisch. Am Jasfathor verließen wirunsere Pferde und gingen zu Fuß durch die heilige Stadt zurGrabcskirche. Dort angekommen beteten wir zuerst am Salbungs-stein und näherten uns dann dem hl. Grabe. — Es könnenimmer nur gleichzeitig 3—4 Personen in das hl. Grab eintreten.— Als ich im hl. Grabe weilte, kniete ich nieder und betete
für alle die Theuren und Lieben in der Hcimath.
küßte den Stein, worauf der Leichnam des Herrn gelegen . .und machte meinen theuren Reisegefährten Platz. — Ich warim Grabe des Herrn! — „Wie soll ich dem Herrn vergeltenfür Alles, was er mir gethan!" — Aus der heil. Grabeskirchezog die Karawane zur Capellc im österreichischen Hospiz. Herr