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die Klosterkirche. Wir gingen dann weiter in die Stadt, besahendie öffentlichen Plätze mit Springbrunnen anS Marmor nndbegaben nnS später nach dein Kloster znrnck, nm mit dem PaterGuardian die Reise nach Kairo zu besprechen. Nachdem derRciseplan festgestellt und wir zn Nacht gegessen hatten, legtenwir uns zur Ruhe. Hier schlief ich zum ersten Male in einemBette, wie ich deren später im Orient noch oft vorfand.Ringsum, oben wie an den Seiten, war das Bett mit einemBorhang fest verschlossen, damit die schädlichen und giftigenInsectcn den Schlafenden nicht nur nicht belästigen, sondernihm auch keine tödtlichcn Stiche beibringen können.
l2. März. Nach beendigter hl. Messe, in welcher HerrHcrmcnS nnd ich dem Herrn Pastor Palm dienten, fuhren wirMorgens kU /2 llhr mit der Eisenbahn nach Kairo, wo wirNachmittags gegen 4 Uhr ankamen. Hier denke man sichaber keine Eisenbahn nnd Verwaltung wie in eivilisirtenStaaten, sondern cS herrscht hier überall eine tolle Türken-Wirthschaft. Auf der ganzen Strecke war kein einzigerBahnwärter, und an den meisten Haltestellen keine Bahnhöfe,sondern in der Nähe eines großen Dorfes, oder an einer demNamen nach bestehenden Heerstraße hält der Zug. Hier wirdein- und ansgcsticgen, auf- nnd abgeladen. Sehr viele Kamcelc,meist mit Baumwolle bepackt, kommen an und gehen ab. Findetein Passagier im Wagen keinen Platz mehr, so setzt er sich obenauf denselben. Ein Geschrei, oder besser gesagt ein Gebrüll, Stoßen,Herunterreißen, dnrch's Fenster herein nnd hcranSspringcn ist ander Tagesordnung. Unangenehm berührte uns der Zwischenfall,an einer Haltestelle einen Kampf, wobei der Dolch eine Hauptrollespielte, mit ansehen zn müssen; Hunderte von Türken umstanden dieStreitenden und sahen dem Gemetzel ruhig zn, bis ei» Kawas(vcrcidctcr Türke) kam nnd die ganze Gesellschaft mit seinem langenStab auScinandcrschlug, dessen Befehl auch willig Folge geleistetwurde. Nur mit vieler Mühe gelang es uns, von den Frauen,die am Waggon Obst und Eier zum Verkauf anboten, einige Erfri-
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