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Personennachweis für die Koschnaewjerdörfer von 1651 - 1702
Entstehung
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Vorwort des Herausgebers.

Nachdem Heft 1 der neuen Schriftenreihe *), enthaltend eine Ein-führung in die deutsche Sippenforschung in Polen, bereits fast vergriffenist und Heft 2 von Studienrat Ernst Waetzmann über 26 Tuchmacher-fainilien mehrfach anerkennend besprochen worden ist, erfüllt unsereHistorische Gesellschaft eine Dankespflicht gegenüber ihrem verstorbenenEhrenmitgliede, Domkapitular Prof. Dr. pliil. Paul Panske aus Granau(vgl. über ihn ,,Dt. Wissensch. Zschr. f. Polen, H. 31, S. 222ff.), in-dem sie diese nachgelassene Arbeit in einem Jahre veröffentlicht, dasfür seine Koschnaewjer- oder Koschneiderheimat zwei Gedenktageenthält:

Einerseits ist es 400 Jahre her, daß das Lichtnauer Schulzengutim Besitz der Familie Rhode ist, anderseits ist vor 600 Jahren, am24. August 1338 vom Komtur des Deutschen Ordens für Tuchei, Theo-derich von Lichtenhain, die Urkunde ausgestellt worden, nach der dieGüter Osterwik zur Besetzung nach culmischem Rechte an NicolausSulesdorf verkauft wurden. Genaueres, über den seit jener Zeit dortin der Gegend bei Könitz ansässigen kernigen katholisch-deutschengroßbäuerlichen Menschenschlag geben die Koschnejderbücher desebenfalls von dort stammenden Danziger Studienrats Dr. Joseph Rink,besonders Nr. 10: Die Geschichte der Koschneiderei (Danzig 1932,Danziger Verlagsgesellschaft). Er bringt u. a. die Bevölkerung 1919und 1772. Das 18. Jahrhundert ist von P. Panske in Heft 20 der DWZP.schon 1930 behandelt worden, und von diesem Aufsatz ,,Familien derKosclmaewjerdörfer im 18. Jahrhundert sind noch eine Anzahl Sonder-drucke erhältlich. Die Fortführung nach rückwärts bildet die vor-liegende Veröffentlichung. Schon früher hatte Frl. Elisabeth Klossdas Bürgerbuch der Stadt Könitz von 15501850 (Danziger Verlags-gesellschaft 1927) herausgegeben. So ist die Gegend geradezu vorbildlicherschlossen. Möge das ein Ansporn für andere sein!

Posen, im Lenzing 1938. A. L.'

*) Für die frühere Reihe, bestehend aus Sonderdrucken unsererZeitschriften, vgl. DWZP., H. 33, S. 221 f.