Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
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unzählige Mal bejahen hören von Alt und Jung, und oft mitaufgeschlagenen Augen und über das Herz gehaltenen Handen, denZeichen der innersten Überzeugung und der sich auf Diskretion erge-benden Natur. Ich könnte sie auch bejahen, nichts ist wohlfeilerund leichter, ich werde sie auch künftig aus Gefälligkeit wiederbejahen, oder auch, wenn künftige Erfahrungen das Cabinct berei-chern, aus dem ich jetzt herausphilosophire, im Ernst, woran ich aberdeßwegen sehr zweifle, weil ein paar Beispiele, die gehörig ins Lichtgesetzt für mich streiten, hinlänglich sind, den ganzen Satz auf ewigzu leugnen. Ich habe, sage ich, den Satz unzählige Mal bejahenhören und bejaht gelesen in Prose und in Versen. Aber wieviel Menschen waren darunter, die die Frage ernstlich untersuchthatten? Bewußt wenigstens ist es mir von keinem, daß er sieuntersucht hätte, und vielleicht hatte sie auch wirklich keiner un-tersucht; denn wer wird eine Sache untersuchen, von derenWahrheit der Guckuk und die Nachtigall, die Turteltaube undder Vogel Greif einstimmig zeugen, wenigstens, wenn man densüßen und bittern Barden aller Zeiten glauben darf, über derenPhilosophie aber zum Glück der Philosoph so sehr lacht, als dasvernünftige Mädchen über ihre Liebe. Ich glaube, ich habedie Frage hinlänglich untersucht, lange vor Hrn. Pros. Meiners,dessen Übereinstimmung mit meiner Meinung in der Haupt-sache nicht wenig dazu beigetragen hat, daß ich den Mannjetzt liebe, dessen Kopf ich längst verehrt habe. Nach dieser Un-tersuchung behaupte ich mit völliger Überzeugung: die unwider-stehliche Gewalt der Liebe, uns durch einen Gegenstand cntwc-