durch, und andere beraubte er mit seinem Complott. Las Ge-dränge wurde aber so heftig, daß zweihundert Leute dabei umsLeben kamen, diejenigen nicht gerechnet, die einige Tage daraufan ihren Wunden starben. Belair wurde unter den ärgstenVerwünschungen des Volks gerädert. S. kitaval Larwvs colü-lirss. Tom. X. — In Göttingcn, wo die Kühe des Sommersum Mittagszeit auch nach der Stadt getrieben werden, ereignetesich im Jahr 1765 ein ähnlicher Zufall, aber doch nur unterden Kühen. Sie hatten bei der großen Hitze dieses Jahres immerdie Gewohnheit, wenn sie nahe an das Thor kamen, zu lau-fen, weil sie sich nach dem kühlen Gang unter dem Thor durchden Wall sehnten. An dem traurigen Tage befand sich fzumUnglück ein Bancrsknecht mit einem Wagen unter dem Thor,als die Kühe angerennt kamen. Die Pferde am Wagen siengenan auf das sich vorbeidrängende Vieh ausznschlagen, und schlu-gen einige Stück nieder; über diese stürzten die Hintern, und sofort, daß in wenigen Minuten der ganze Thorweg von untenbis oben mit todten Kühen angefüllt war. Sie wurden hernachvon dem Henkersknecht weggeräumt, und längs der Straße hin-gelegt, da man fand, daß sich ihre Anzahl auf etliche und sie-benzig belief, auch diejenigen nicht gerechnet, die noch hernachin den Ställen starben. Ich habe sie selbst liegen sehen.
Als der brave Mann todt war, so trug dieser den Hut, derden Degen, so wie er; dieser ließ sich so frisiren, jener ging,wie er; aber der redliche Mann, wie er, wollte keiner sein.