150
Zu einer Vorrede.
Gespräch zwischen einem Leser und dem Verfasser.
Der Gast. Was haben Sie Gutes, Herr Wirth?
Der Wirth. Nichts als was Sie hier sehen, was aufdem Küchenzettel steht, den Sie so eben in der Hand hatten.
Der Gast. Und ist das Alles?
Der Wirth. Alles, mein Herr.
Der Gast. Aber sagen Sie mir nm aller Welt willen,konnten Sie sich nicht auf etwas Besseres gefaßt machen?
Der Wirth. Ja, was heißen Sie besser, mein Herr?ist das nicht gut?
Der Gast. Nein, so etwas, was mehr Widerhall. SauernKohl und Speck, oder so etwas.
Der Wirth. Das habe ich nicht; wenn ich gewußt hätte,daß ich die Ehre von Ihnen haben würde, und daß Sie saucrnKohlund Speck liebten, so hätte ich mich vorgesehen; aber es kom-men der Personen so viel, und jede verlangt etwas Anderes, sodaß ein armer Wirth nicht weiß, was er anschaffen soll. DiesesGericht fand gestern Beifall.
Der Gast. Daß Sie doch keinen sauern Kohl haben! —Doch, wenn es nicht anders ist, so geben Sie her.
Der Wirth. Ich hoffe, Sie sollen zufrieden sein, es istzwar nur ein schlechtes Gericht, aber ich weiß es auf eine eigneArt zurccht zu machen; ich werfe allerlei darair, was einemhungrigen Magen bekommt. Belieben Sie näher zu treten, meinHerr.
W
«d
Z!
8 -
tz,
G