Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
Seite
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sitzen alle diese Kunst, und sie ist offenbar in der Kunst, Prosezu reden, schon mitbegriffcn. Als ich in England war, dispu-tirtc man auf allen Bierbänl'en, Kaffeehäusern, Kreuzwegen undLandkutschen über die Amerikaner nach den Regeln des lebendi-gen Disputs; und selbst in dem Rath der Aldcrmänner, au des-sen Spitze Wilkes stand, wurde nach diesen Regeln disputirt.Ja, als einmal ein einfältiger Tropf ausstand, und zu bedenkengab, ob es nicht einigermaßen gnr wäre, die Sache ernstlich zuprüfen, ehe man einen Entschluß faßte, so antwortete ein an-derer Mann ausdrücklich, daß, da dieses zu weit führen würdeund mühsam wäre, der Entschluß ohne weitere Untersuchung ge-faßt werden müßte welches auch damals, weil es fast Essens-zeit war, genehmigt wurde.

Vertheidigung unserer Odensänger.

Menschenverstand ist eine herrliche Sache, allein das unbe-holfenste, unbrauchbarste Ding von der Welt bei solchen Gele-genheiten, wo man ihn nicht nöthig hat. Wer sagt euch denn,daß ihr ihn brauchen sollt, wenn ihr eine Ode lesen wollt? Siesind bei schlummerndem Menschenverstand geschrieben, und ihrbeurtheilt sie bei wachendem. Mit einem Wort, das rechte Werkist da, aber ihr bringt den rechten Kopf nicht mit. Horaz,sagt ihr, hätte ganz andere Oden geschrieben, es wären Zeilendarin, die bewundere man immer mehr, je älter man würde,und je öfterer man sie lese, da hingegen die meisten deutschenOden immer einfältiger klängen, je öfterer man sie wieder-