Druckschrift 
2 (1844)
Entstehung
Seite
56
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bcn Gvtt von Mmi, was er einem gab, wieder etwas zurück-geben, dessen Besorgung »och dazu die Geistlichkeit übernahm.Aber heutzutage ist es kaum mehr möglich, diesen Titel zu er-langen.

In eben diesem goldenen Alter war es, wo man noch et-was auf ein Buch hielt. Eine Grast» von Anjvu bezahlte fürein Homiliarium des Bischofs Haimo zu Halberstadt zweihun-dert Schaafe, fünf Malter Walzen, und, glaube ich, eben soviel Malter Nocken und Hirsen. Zweihundert Schaafe füreinen Band Homilien, das klingt doch noch wie ein pro lalioro.Aber fragt einmal jetzt einen Halberstädtischen Domherrn, wasman für seine empfindsamen Predigten kriegt? Keine Ham-mclskcule.

Was? man müßte die Sache verstehen, wenn man dar-über disputircn wollte ? Ich behaupte, daß zu einem Dispüt noth-wendig ist, daß wenigstens einer die Sache nicht verstehe, wor-über gesprochen wird; und in dem so genannten lebendigenDispüt in seiner höchsten Vollkommenheit dürfen beide Parteiennichts von der Sache verstehe», ja sie müssen nicht einmal wis-sen, was sie selbst sagen. Das ist Lully's ganze Kunst'): esist kein Arcanum, sondern ein Räthsel; er hatte die Welt zumBesten, wie mancher Philosoph vor und nach ihm. Wir be-

') ^/,-r /.»tt-n-in, die Kunst, von allen Dingen sinnlos zuschwatzen, ist eine Erfindung von N a y m u ndus Lull u s, einemberüchtigten Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts.