INI gemeinen Leben durch die Ausdrücke: gesucht und weithergeholt.
Mich wundert, daß noch niemand eine Biblio gerne ge-schrieben hat, ein Lehrgedicht, worin die Entstehung nicht so-wohl der Bücher, als des Buchs beschrieben würde— vorn Lein-samen an, bis es endlich auf dem Nepvsitorio ruht. Es könntegewiß dabei viel Unterhaltendes und zugleich Lehrreiches gesagtwerden. Von Entstehung der Lumpen; Verfertigung des Pa-piers; Entstehung des Maculaturs; mitunter die Druckerei; wieein Buchstabe heute hier, morgen dort dient. Alsdann wie dieBücher geschrieben werden. Hier könnte viel Satyrs angebrachtwerden. Der Buchbinder; hauptsächlich die Büchertitel und zu-letzt die Pfefferduten. Jede Verrichtung konnte einen Gesangausmachen, und bei jedem könnte der Geist eines Mannes an-gerufen werden.
Ich glaube, die Zeit des deutschen Hexameters kommt erstdurch Gewohnheit. Wenn man erst recht viel Gntes in deut-schen Hexametern zu lesen haben wird, so wird er sich durchAssociation empfehlen. Diese Zeit ist noch nicht da. Besserwäre es unstreitig, durch liebliches Sylbcnmaaß selbst dem mit-telmäßigsten Gedanken Anmuth zu verschaffen, als einem wi-drigen Sylbenmaaß durch Größe der Gedanken aufhelfen zu wol-len. Es ist etwas Verkehrtes in der Absicht. Warum habenEngländer und Franzosen keine berühmten Hexameter? Unbe-II. 3