Druckschrift 
5 (1844)
Entstehung
Seite
362
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nur bci Licht gebrauchen. Man hüte sich vor den so genann-ten Brillen mit Bedeckungen oder Blendungen, die die Eng-länder Visual spoetaolos nennen, deren Gläser, von geringerApertur mit sehr breiten schwarzen Ringen, gewöhnlich ausHorn, eingefaßt sind. Ein unwissender Mann hat ihnen, auseinem mißverstandenen Priricipio, diese Einrichtung gegeben, diebei Fcrnröhrcn nöthig, hier aber nicht bloß unnütz, sondernschädlich ist, eben wegen dieser starken und nahen Schatten,und weil bci etwas langen Zeilen der ganze Kopf in Bewe-gung gesetzt werden muß. Eben so unnütz und schädlich, wie-wohl nicht in ganz so hohem Grade, sind die grünen Brillen.Hr. Pros. Busch sowohl als Adams sprechen aus Erfahrungstark dagegen. Das Grüne ist allerdings eine sanfte und an-genehme Farbe, aber nicht die Farben der Gegenstände, dieman durch grüne Brillen ansieht. Sie geben allen Farben,das Weiße und Grüne ausgenommen, ein unangenehmes undschmieriges Ansehen, und werden sie abgenommen, welches derFernsichtige bci fernen Gegenständen thut, so erhalten die Ge-genstände ein blendendes, anfangs sogar röthlichcs Ansehen,welches den Augen schadet. Auch in dieser Erfindung also istmehr guter Wille, als Verstand. Die Furcht und Scham, altzu scheinen, denen wir den ganzen zweiten Theil der kosmeti-schen Kunst zu danken haben,- haben ebenfalls an den Krückengekünstelt, wodurch sich das alternde Gesicht forthelfen muß,oder ihnen wenigstens das Ansehen von einem Spazierstock zugeben gesucht, den man mehr aus Laune, als Noth gewählt