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und Conservirkrücken für gesunde Beine gibt es nicht undbraucht man nicht. Je eher man dazu thut, desto besser.Jeder Aufschub verschlimmert die Sache. Adams führt ei-nen Fall an, da eine Dame aus falscher Scham den Ge-brauch der Brille» so lange aufschob, daß man ihr am Endenur noch mit Gläsern von solcher Dicke und Brennweite, der-gleichen man am Staar operirtcn Personen zu geben Pflegt,eine leidliche Hülfe verschaffen konnte; da hingegen Personen,die bei Zeilen Gläser von großen Brennweiten gebrauchten,öfters im Stande gewesen sind, ihre Brillen bei Seite zulegen und mit den bloßen Augen zu sehen. Man sei daher beider Wahl, zumal der ersten Brillen, sehr auf seiner Hut,und wende sich an erfahrene Leute. Man wähle keine starkeVergrvßcrer, sondern nur solche, durch welche man mit Leich-tigkeit in eben der Entfernung lesen kann, in welcher man sonstmit Bequemlichkeit ohne Brillen zu lesen pflegte. Wird freilichdas Auge noch flacher, so muß man stärkere Bergrößerer suchen,aber sich immer hüten, nicht plötzlich zu weit zu gehen. Einegute Probe, daß man zu weit gegangen und seine Brillen zustark gewählt habe, ist, wenn man das Buch näher ans Augebringen muß, als sonst Personen von gesunden Augen zu thunpflegen, nämlich näher als neun bis acht Zolle. Zuweilen er-eignet es sich, daß Personen, die am Tage gut und bequemdurch die Brille lesen können, bei Licht aber nicht, wenigstensnicht ohne beschwerliche Anstrengung; diese werden wohl thun,wenn sie sich eine etwas mehr vergrößernde anschaffen, die sie