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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
Entstehung
Seite
375
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Iakobus

r6. Denn gleichwie der Leibohne Geist t'odt ist, so ist auchder Glaube ohne Werke tobt.

Das 3. Kapitel.

Nicht jeder wolle Lehrer sc»n; Die Zungeeine Welt vollUebcl, beherrsche sie; Unter-schied zwischen himmlischer und irdi-scher Weisheit.

1. kleine Brüder! möchtendoch nicht so viele Lehrer werdenwollen; denn wisset, daß ihr nurum so größere Verantwortung aufeuch ladet. Matth. 2z, s.

2. Wir fehlen ja alle garmannigfaltig. Wer in keinemWorte fehlt, der ist ein vollkomme-ner Mann. Er kann auch den gan-zen Leib im Zaume halten. Spr. 20, y.

3. Sieh ! den Pferden legen wirZäume in das Maul, daß sie unsgehorchen, und so lenken wir ih-ren ganzen Körper. Ps. 3l, 9.

4 . Sieh! auch die Schiffe, sogroß sie sind, und obgleich von hef-tigen Winden getrieben, werdendoch von einein kleinen Ruder ge-lenkt , . wohin die Richtung desSteuermanns will.

5 . So ist auch die Zunge einkleines Glied, und richtet doch großeDinge an. Sieh! ein kleines Feuer,welch einen großen Wald zündetes an! Ps. 56,5.

6 . Auch die Zunge ist ein Feuer,eine Welt voll Ungerechtigkeit. Sobefindet sich die Zunge unter un-fern Gliedern; sie steckt den ganzenKörper an, entzündet unfern gan-zen Lebenslauf, und ist selbst vonder Hölle entzündet. Matth. 15, is.

7. Denn alle Naturen der wildenThiere, der Vögel, der Schlan-gen und Seethiere, können gezähmtwerden, und sind gezähmt wordenvon der menschlichen Natur;

8 . Aber die Zunge kann kein

2. 3. st. 3? 5

Mensch zähmen, dies »»bändigeNebel, voll tödtlichen Giftes.

9. Mit ihr loben wir Gott, denVater; mit ihr fluchen wir denMenschen, die nach Gottes Bildgeschaffen sind.

I, 0. Ans Einem Munde gehtLob und Fluch hervor. Dies, mei-ne Brüder! sollte nicht so seyn.

II. Quillt auch aus Einer Quellesüßes und bitteres Wasser?

12. Kann, meine Brüder! derFeigenbaum Trauben, oder derWeinstock Feigen tragen? So kannauch keine Salzquelle süßes Was-ser geben.

iz. Wer ist weise und verstän-dig unter euch? Der zeige durcheinen guten Wandel feine Werkemit sanstmüthiger Weisheit.

14. Wenn ihr aber bitter» Neidund Zanksucht in eurenHerzen habet,so prahlet und lüget nicht widerdie Wahrheit. Eph. 4, zi.

15 . Denn dies ist nicht die Weis-heit, die von oben herab kommt,sondern eine irdische, sinnliche, teuf-lische. 1. Kor. 2, 6 . 7 .

16. Denn wo Neid und Zank-sucbt sind, da ist Unordnung undlauter Unheil.

17. Die Weisheit aber, die vonoben kommt, ist vorerst rein, her-nach friedliebend, bescheiden, lenk-sam, dem Guten hold, voll Barm-herzigkeit und guter Früchte, un-parteyisch, ohne Heuchelei).

18. Die Frucht der Gerechtig-keit aber wird in Friede gesäet vondenen, die Frieden halten. 3 s. sr, >r.

Das 4 . Kapitel.

Der Welt Freund, Gottes Feind; Demü-thigedich vor Gott, und nahe dich zu Gott;

Brüderliche Liebe; Hinfälligkeit desmenschliche» Lebens.

1. Woher kommen Streitigkei-ten