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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
Entstehung
Seite
109
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Lukas

33. Denn es kam Johannes derTäufer, und aß kein Vrod und trankkeinen Wein; und ihr saget, er hateinen Teufel. Matth, z, 4. ri, is.

34. Es kam der Menschen - Sohn,und ißt und trinkt; und ihr saget:Sehet den Fresser und Weinsäufer!den Zöllner- und Sünder-Freund !

35. Doch bey allen ihren Kindernhat die Weisheit Recht behalten.

36. Nun bath Ihn ein Phari-säer, daß Er bey ihm essen möchte;und Er kam in das Haus des Pha-risäers und legte sich zu Tische.

37. Und sieh! ein Weib in derStadt, die eine Sünderinn war,als sie erfuhr, daß Er in dem Hausedes Pharisäers zu Tische wäre,brachte ein Gesäß von Alabaster vollSalbe, Mth. 26,7. Joh. 12, rs.

38. ' Und stellte sich rückwärts zuden Füßen Jesu, und fing an seineFüße mit ihren Thränen zu benetzen,und trocknete sie mit denHaaren ihresHauptes, und küßte seine Füße, undsalbte sie mit der Salbe.

39. Als dies der Pharisäer sah,der Ihn geladen hatte, sprach erbey sich selbst: Wenn dieser einProphet wäre, so würde Er wohlwissen, was für ein Weib das ist,die Ihn anrührt; denn sie ist ja ei-ne Sünderin. «. is, 2.

40. Und Iesus erwiederte undsprach: Simon! ich habe dir et-was zu sagen. Dieser sprach zu Ihm:Lehrer, sprich!

41. Ein Gläubiger hatte zweySchuldner. Einer war ihm fünf-hundert Denare schuldig, der an-dere nur fünfzig.

4L. Da sie ihn nun nicht bezahlenkonnten, schenkte er es ihnen bey-

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den. Sage mir nun: welcher vonbeyden wird ihn mehr lieben?

43. Simon antwortete und sprach?Ich denke wohl, der, dem er das mei-ste geschenkt hat. Und Iesus sprachzu ihm: Du hast recht geurtheilt.

44. Und sich zu dem Weibe wen-dend, sprach Er zu Simon: Siehstdu dieses Weib? Ich kam in deinHaus; du gabst mir kein Wasserfür meine Fuße; diese aber benetztemeine Füße mit Thränen, und trock-nete sie mit ihren Haaren. i.Mos.is.a.

45. Du gabst mir keinen Kuß;sie aber hörte nicht auf, meine Füssezu küssen, seitdem sie hereingekom-men ist. RSm. 16, ib.

46. Du salbtest mein Haupt nichtmit Oel; diese aber salbte mit Sal-be meine Füße.

47. Darum sage ich dir: Es sindihr viele Sünden vergeben, weil sieso sehr liebt. Wem weniger ver-geben wird, der liebt auch weniger.

43. Und Er sprach zu ihr: Dei-ne Sünden sind dir vergeben.

49. Da fingen die, welche mit zuTische waren, an, bey sich zu sa-gen: Wer ist dieser, daß Er sogarSünden vergiebt? Matth, g, 5.

50. Und Er sprach zum Weibe rDein Glaube hat dir geholfen;gehe hin im Frieden. Mark, s, r».

Das 6. Kapitel.

Die Jüngermnen Jesu; Gleichnis vom Säe»mann ; verwandte Jesu ; Jesus gebietet demMeere; Die Gcrasencr und ihre Schweine;Die blutfiüffigeDrau, und die Tochter JairuS.

1. I^nd es geschah in der Folge,daß Er durch Städte und Fleckenzog, und predigte, und das Evan-gelium vom Reiche Gottes verkün-digte; und die Zwölfe szogen^ mit

IHM, K. 4, 4Z.

2. So wie auch einige Weiber,

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