Druckschrift 
Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

Markus 5.

(>6

Fesseln und Ketten gebunden war,hatte er die Fesseln zerrisse» unddie Ketten zermalmt, und niemandkonnte ihn bändigen.

5. Immerfort, Tag und Nachthielt er sich in Grabhöhlen und indem Gebirge auf, schrie und schlugsich selbst mit Steinen.

6. Als er nun Iesum von fernesah, lief er hinzu, und fiel vor Ihmnieder, K. n.

7. Und schrie mit lauter Stim-me und sprach: Was Hab ich mitdir zu schaffen ? Jesu, du Sohn Got-tes des Allerhöchsten! Ich beschwöredich bey Gott; quäle mich nicht.

K. l, 24. Mth. s, 2Y.

8. Denn Er sprach zu ihm: Fah-re aus von diesem Menschen, duunreiner Geist!

y. Er fragte ihn auch: Wie heissestdu? und erhielt zur Antwort: Le-gion ist mein Name, denn unsersind viele.

10. Und er bath Ihn dringend,daß Er sie nicht aus dieser Gegendvertreiben möchte.

11. Es weidete aber dort amBerge eine große Schweinheerde.

12. Da bathen Ihn die Geisterund sprachen: Schicke uns in dieSchweine, daß wir in sie hinein-fqhren.

13 . Jesus erlaubte es ihnen so-gleich. Nun gingen die unreinenGeister aus, und fuhren in dieSchweine, und mit Ungestüm stürztesich die Heerde, die sich auf zwey-tausend belief, von der Anhöhe indas Meer, und ertrank im Meere.

Matth, s, 32.

14 . Die Schweinhirten aber flo-hen davon, und erzählten es in derStadt und auf dem Lande; und dieLeute gingen hinaus, um zu sehen,was geschehen war.

15. Sie kamen zu Jesus, sahenden Mann, der vom Teufel ge-plagt war, dasitzen, angekleidet undbey gesundem Verstände, und fürch-teten sich.

16. Die aber zugesehen hatten,erzählten ihnen, wie es mit dem Be-sessenen und mit den Schweinen zu-gegangen sey.

17 . Da bathen sie Ihn, Er möch-te gehen über ihre Gränzen.

Matth. S, 34.

13 . Als Er nun wieder in dasSchiff trat, bath Ihn der, welchervom Teufel geplagt war, daß erbey Ihm bleiben dürfte.

ly. Dies gestattete Er ihm abernicht, sondern sprach zu ihm: Gehdu nach Haus zu den Deinigen,und verkündige ihnen, was der HerrGroßes an dir^zethan, und wie Ersich deiner erbarmt hat.

20. Und er ging hin und fingan, in den zehn Städten kund zumachen, was Jesus an ihm Gro-ßes gethan habe. Und jedermannverwunderte sich.

21. Nachdem nun Jesus imSchiffe wieder auf die andere Seitehinüber gefahren war, versammeltesich viel Volks bey Ihm am Meere.

22. Da kam einer von den Sy-nagogen-Vorstehern, mit NamenIairus, und als er Ihn sah, fiel erIhm zu Füßen, Matth, g, l». Luk.s,4i.

23 . Und bath Ihn dringend undsprach: Mein Töchtcrlein liegt inden letzten Zügen; komm und legeihr die Hand auf, damit sie gerettetwerde und beym Leben bleibe.

24 . Er ging mit ihm hin, undes begleitete Ihn soviel Volks, daßsie Ihn drängten.

25 . Ein Weib aber, (welche zwölfJahre mit einem Blutfluffe behaftetwar, Maiih.y, ro.

26. Und