Markus L. 5. 65
24. Weiter sagte Er ihnen: Mer-ket wohl, was ihr höret: Mit wel-chem Maaße ihr messet, wird euchwieder gemessen werden, und esWird euch noch zugelegt werden.
25. Denn wer da hat, dem wirdgegeben; wer aber nicht hat, demwird auch das, was er hat, ge-nommen werden. Matth, iz, 12.25,2g.
26 . Ferner sagte Er: Mit demReiche Gottes ist es, wie wennein Mensch Samen auf das Landstreut.
27. Er schläft und steht aufjedes Tages und jede Nacht, undder Same keimt, und schosset, oh-ne daß er es selber weiß.
28. Denn die Erde trägt vonselbst Frucht, zuerst den Halm,daun die Aehre, endlich die volleFrucht in der Aehrtz.
29 . Und sobald dann die Fruchtreif ist, so schickt er die Sichelhin, weil die Aernte da ist. ,
30. Und Er sprach: Womitsollen wir Gottes Reich verglei-chen? Unter welchem Bilde sollenwir es vorstellen?
31. Es ist wie ein Senfkorn,welches, wenn es in die Erde gesäctwird, das kleinste aller Samen ist, die
-aufder Erde sind. Matth.15,52.
32. Und wenn es gesäet ist,wächst cs empor, und wird größerals alle Gartengewächse, und treibtso große Zweige, daß die Vögeldes Himmels unter seinem Schat-ten wohnen können.
33. Zu vielen solchen Gleich-nissen trug Er ihnen das Wortvor, je nachdem sie es zu fassenvermochten. Mam,. iz,z. 54 .
34. Und anders als in Gleich-nissen redete Er nicht zu ihnen;
seinen Jüngern aber legte Er al-les besonders aus.
35. Nun Abende desselben Ta-ges sprach Er zu ihnen: Lasset unsan das andere Ufer Hinuberfahren!
36. Sie entließen also das Volkund nahmen Ihn mit, so wie Erwar, im Schiffe. Es waren auchnoch andere Schiffe dabey. Mth.e,2z.
37 . Und es erhob sich ein großerSturm; die Wellen schlugen an dasSchiff, so daß es voll Wasser wurde.
38. Er aber war auf dem Hin-tertheile des Schiffes, und schliefauf einem Kissen. Sie wecktenIhn auf, und sprachen zu Ihm:Meister! liegt dir nichts daran,daß wir umkommen?
59 . Da stand Er auf, und ge-bot dem Winde, und sprach zumMeere: Schweig! Verstumme!Und der Wind legte sich, und esward eine große Stille. Mth.s,2b.
40. Dann sprach Er zu ihnen:Warum seyd ihr so furchtsam!Habt ihr denn noch keinen Glau-ben? Sie aber fürchteten sich sehr,und sprachen zu einander: Wer istwohl der, baß Ihn: der Wind unddas Meer gehorchen?
Das 5. Kapitel.
Er laßt die Teufel in die Schweine fahren;Heilt die blutflüffigc Frau; Erweckt IairuSTöchterlei».
1. Eie kamen nun hinüber andas jenseitige Ufer, in die Gegendder Geraseüer. Matth.», 23.
2 . Und als Er aus dem Schiffetrat, lief Ihm sogleich ans denGrabhöhlen ein Mensch mit einemunreinen Geiste entgegen.
3. Er Hatto seine Wohnung inden Grabhöhlen, und nicht einmalmit Ketten konnte man ihn binden.
4. Denn schon oft, wenn er mit
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