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Das Neue Testament unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi
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Matthäus iz.

16. Selig aber eure Augen,daß sie sehen, und eure Ohren,daß sie Horen! rm. 10,2z.

17. Denn wahrlich, ich sage euch:Viele Propheten und Gerechte sehn-ten sich zu sehen, was ihr sehet, undsahen es nicht — und zu hören,was ihr höret, und hörten es nicht.

Luk. 10 , 24.

18 . So höret nunihrdasGleich-niß vom Säemann, mari. 4 ,14.

19. Wenn jemand das Wortvom Reiche hört, es aber nichtauffaßt, so kommt der Arge, undraubt, was in sein Herz gesäetwar. Das ist der an den Weggefallene Saame.

LO. Der aber auf steinigtenGrund gesäet ward, das ist der,welcher das Wort anhört, und essogleich mit Freude aufnimmt.

Li. Er hat aber in sich keineWurzel, und besteht nur einigeZeit; denn wenn sich um des Wor-tes willen Trübsal oder Verfol-gung erhebt, so nimmt er alsbaldAergerniß daran.

22. Der aber unter die Dörnergesäet ist, das ist der, welcher dasWort zwar hört; aber die Sorge derWelt, und der Trugdes Reichthumserstickt das Wort, daß es ohne Fruchtbleibt. 2 er. 4, 3. 1. Tim. 6, g.

23 . Der endlich auf gutes Erd-reich gesäet ist, das ist der, wel-cher das Wort hört und versteht,und dann auch Früchte bringt,bald hundertfältig, bald sechzigfäl-tig, bald dreyßigsältig.

24 . Er legte ihnen noch einanderes Gleichniß vor, und sprach:Das Himmelreich ist gleich einemMenschen, der guten Saamen aufseinen Acker säete.

25 . Da aber die Leute schlie-

fen , kam sein Feind, und säet«Unkraut mitten unter den Weizen,und ging davon.

26. Da nun die Saat hervor«sproßte und Frucht trieb, kamauch das Unkraut zum Vorschein.

27 . Da traten die Knechte zumHausvater, und sprachen: Herr!hast du nicht guten Saainen aufdeinen Acker gesäet: woher hat erdenn Unkraut?

28 . Er aber antwortete ihnen«Ein feindlicher Mensch hat diesgethan. Die Knechte aber spra«chen zu ihm: Willst du nicht, daßwir hingehen, und es ausjäten?

29. Er aber sprach: Nein! ihrmöchtet sonst, indem ihr das Un-kraut ausjätet, mit demselben zu-gleich den Weizen ausreißen.

30. Lasset beyde mit einanderaufwachsen bis zur Aernte; zurZeit der Aernte will ich dann denSchnittern befehlen: Sammelt zu-erst das Unkraut, und bindet esin Büschel zusammen, daß manes verbrenne; den Weizen abersammelt in meine Scheuer.

31. Er legte ihnen ein anderesGleichniß vor, und sprach: DasHimmelreich ist gleich einem Senf-korn, das einer nimmt, und aufseinen Acker säet. M». 4, z>. Li. ir, ig.

32 . Dies ist zwar unter allenSaamen das kleinste; wenn esaber aufgewachsen ist, so ist esgrößer, als alle Gartengewächse,und wird ein Baum, daß die Vö-gel des Himmels kommen, undunter seine Zweige nisten.

33 . 9 ?och ein Gleichniß sagt«Er ihnen: Das Himmelreich istgleich einem Sauerteige, den einWeib nimmt, und unter drey Schäf-

fei