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§. 16. Gestalt der Meteor-Steine.
Hr. Direktor von Schreibers bemerkt mit Recht/ undmeines Wissens zuerst / in Gilberts Annalen derP h y-sik/ B. 3>, S. 5"/ dasi/ so verschieden und unregelmäßig dieUmrisse der Steine (und zwar nicht nur der von Stannern,von denen er hauptsächlich redet/ sondern auch anderer) dem er-sten Anblicke nach erscheinen/ doch bey genauerer Betrachtungin der Total-Form einige Aehnlichkeit und Uebereinstimmung zufinden ist. Eins gewisse Grundform, die sich allem Ansehennach vorzüglich auf ein ungleichseitiges, drey- und vierseitigesPrisma, und auf eine mehr oder weniger vollkommene verscho-bene Pyramide beschränket, scheint zum Grunde zu liegen, sodaß sie sich selbst bey den scheinbar am unregelmäßigsten gestal-teten Meteor-Steinen einiger Maßen Nachweisen läßt. Diese Be-merkung finde ich an den vielen von mir in Wien, in Paris undanderswo gesehenen Meteor-Steinen vollkommen bestätigt, undkann es auch selbst an Steinen und Stücken davon, die ich besitze,Nachweisen, vorzüglich ein verschobenes vierseitiges PriSma aneinem Steine von L'Äigle. So werden auch in Chroniken undandern altern und neuern Nachrichten die Meteor-Steine gewöhn-lich als unregelmäßig dreyeckig oder viereckig, oder pyramida-lisch beschrieben, und auf altern griechischen Münzen, wo einMeteor-Steinaus einem Gestelle, mit einem Sterne darüber, zurBezeichnung des vorherigen und des nachherigen Zustandes, dar-gestellt ist, zeigt er sich in einer pyramidalische» Gestalt. Dieseziemlich allgemeine bemerkbare Grundform, und die Beschaffenheit der Oberfläche, an welcher nur wenig ebene, aber mehrconcave und convere Flächen mit mancherley Unebenheiten Vor-kommen, und wo gewöhnlich im Ganzen nach der einen Seitezu mehr Concavität, von der andern mehr Convepität sich zeigt,und woraus man ganz offenbar sieht, daß die Masse in großeund kleine Stücke getrennt ist, scheinen Beziehung auf dievorherige Gestalt des Meteors, und auf die äußern und inner»Flachen desselben zu haben, welches, wie aus allen Umständensich ergibt, eine durch Hitze erweichte, und durch die im Innernentwickelten elastischen Flüssigkeiten blasenartig ausgedehnte, undendlich durch deren Gewalt zersprengte Masse war. An den abge-rundeten Ecken dieser Steine treffen gewöhnlich drey, seltene^
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