Druckschrift 
Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

(und sie wahrscheinlich auch nur andern Welckörper» gemeinhat), darin werde finden können, und auch ziemlich in denselbenquantitativen Verhältnissen. Der Stoff (wenn man nicht bloßMeteor-Steine und Gediegeneisenmassen, von deren vorherigenBestandthcilen vieles durch Brennen in der Atmosphäre verflüch-tigt worden ist, sondern auch dag/ was als Staub, und alsschlammiger oder harziger Stoff Key uns anlangt, alles in ein-ander rechnet), ist wohl im Ganzen als W e l t e n st o f f anzu-sehen, und wenn wir so viele Stoffe, die in sehr geringer Men-ge darin enthalten seyn mögen, nicht finden, oder wenigstensnoch nicht gefunden haben, so mag es wohl damit ungefährdieselbe Bewandtnis; haben, wie in dem sinnreichen Traume vonLichtenderg (in dessen vermischten Schriften B. 5 ,S. 162), wo er in einer Kugel von i Zoll Durchmesser, wel-che die Erde im Kleinen darstcllte, durch chemische Analyse der-selben nur die Bestandtheile, welche sich bey uns in vorzüglicherMenge befinden, nähmlich einige Erdartcn, nebst Eisen, undein wenig Salz und Ertractivstoff gefunden haben will, in wel-chem letzteren das ganze Thier- und Pflanzenreich steckte.

§. 15. Größe und Quantität der gefallenen Steine.

Die Quantität der gefallenen Steine, so wie auch die Größederselben, ist sehr verschieden gewesen. Einige Mahle ist mannur eines Steines oder etlicher kleinen habhaft geworden, wo-bey man nicht wissen kann, ob es das Ganze, oder ob es nurein Theil der Meteor-Masse war; andere Mahle ist die Quan-tität sehr beträchtlich gewesen, z. B. ibl>8 bey Verona, 1790bey Barbotan, > 8 o 3 bey L'Aigle, 1807 bey Wcston. MancheSteine sind kaum einige Quentchen schwer gewesen, andere200 bis 3 oo Pfund, z. B. bey Ensisheim und bey Verona,und der bey AcgoS - Potamos vor unserer Zeitrechnung gefalleneStein soll von der Größe eines Fuders gewesen seyn. Mancheohne Zweifel auch meteorische EiseNmassen sind noch größer.Daß aber doch das Volumen des Herabgefallenen allemahl weitkleiner ist, und seyn muß, als das Meteor war, ist schon §.6.und 12. bemerket worden. Daß die Menge dessen, was nie-derfällt, im Ganzen sehr beträchtlich seyn müsse, darüber soll imletzten Paragraphe dieser Abtheilung noch Einiges gesagt werden.