welches die Neugier des Andern noch vermehrte. Endlich gestan-den sie ihm, sie hatten einen so reichlichen Beitrag in diesemHanse nicht erwartet, weil sie ihn so eben belauscht hätten.I a, meineHerrc n, sagte er, seitdem ich meine Haushal-tn ng durchaus mit der Genauigkeit führe, sehe ichmich im Stande, ohne mir zu schaden, wohl zu thun.—Ein Pabst, Zacharias, glaube ich, that die Leute in denBann, welche an Antipoden glaubten, und jetzt könnte derFall leicht kommen, daß ein anderer Pabst die Antipoden ein-mal i» den Bann thäte, wenn sie nicht an ihn, ihren römischenAntipoden, oder seine Jnfallibilität glaubten. Ein Nachfolgerjenes Pabstes hat auch wirklich schon Länder weggeschenkt, welcheLeuten gehörten, deren Beine zwar noch keinen Winkel von18V Graden, aber doch schon einen beträchtlich stumpfen mitden seinigen machten. Das ist doch auch ein Fortschritt, wor-über sich die Antipoden des Pabstes freuen können. Es wirdmit allem Übrigen so gehen. Freilich, wo die gesunde Vernunfterwünscht und gebeten kommt, da kommt sie auch geschwind,wo sie aber strafend kommt, da schleicht sie auch oft wie dieStrafe, peäo clauäo, holt aber den armen Sünder am Endesicher ein'). —
(Götting. Taschenkalender 17V3. S. 122.123.)
Steigender Lurus unter den Heiligen. Nie batwohl der Hang des schönen Geschlechts zum Putz eine kräftigereUnterstützung und Rechtfertigung erhalten, als durch das treulicheBerfahren der Mutter Gottes zu Mühlheim. Ich finde das Ar-gument fast unwiderleglich. Nämlich am 6. August 179l zeigtesich diese Heiligste der Heiligen an besagtem Ort zum erstenmalbei einer Procession mit einer goldenen Uhr an der Serte undmachte durch diesen einzigen Zug auf einmal allem Geschwätzgegen Moden und Modejournal auf immer ein Ende. Sienahm diese Uhr als ein Geschenk des Hrn. Kirchenraths B. sehr
') Dieser Artikel mit einiger Abänderung und ohne denNachsatz ist bereits aus der ältern Ausgabe oben Tb. 2 S. 171.172 aufgenommen.