Druckschrift 
6 (1845)
Entstehung
Seite
467
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Großbritanniens, erzählt in einer seiner neuesten Schriften eineGeschichte von einem Hunde, die »vohl hier eine Erwähnungverdient. Hätte sie dieser würdige Mann nicht mit so vie-ler philosophischer Vorsicht seinem Werke einverleibt, so wür-! den wir sie diesem Kalender nicht einverleiben, wenn auch deutsche. Kalender noch nicht den Credit hätten, den sie selbst bei Auslän-dern jetzt zu haben anfangen. Ein Liebhaber der Jägerei, der> Freund eines vertrauten Freundes des Doclors, ging an 'einemWintertag mit seinem Hunde auf die Jagd. Sie mußten übereinen Strom gehen, der zugefroren war, in der Mitte brach derJäger, der seine Flinte glücklicher Weise quer vor dem Leibehielt, ein, und die Flinte, die sich zu beiden Seiten auf dasEis legte, verhinderte seinen plötzlichen Untergang. Sie gabnämlich eine Stütze ab, sich eine Zeitlang daran zu halten.Indessen heraus konnte er sich nicht arbeiten, befürchtete auchwohl, durch allzu starkes Bestreben, noch das unterstützende Eiszu zerbrechen, und auf diese Weise ohne Rettung zu Boden zugehen. Der Hund, der seinen Herrn in dieser Noth sah, be-mühte sich, wiewohl vergeblich, ihm durch allerlei Künste zuhelfen. Endlich lief er, in größter Eile, nach dem benachbartenDorfe, sprang freundlich um die Leute herum, die ihm begeg-neten, und schien ihnen Etwas sagen zu wollen; als diese ihnnicht verstehen wollten, faßte er sie am Rock an, und zog sienach der Gegend, wo sein Herr sich in Noth befand. Einige,die die Emsigkeit des Hundes bewunderten, singen an, ihn zuverstehen, und folgten ihm, fanden den Mann im Eise und ret-teten ihn. Wenn man das ganze Factum nicht leugnen will;

! und wer wollte dieses bei einem solchen Erzähler wohl thun?

! so ist die Frage, wie man es erklären soll? Hat der Hunddieses aus besondern ihm vorzüglich beiwohnenden Kräften seinerSeele gethan? oder ist das Ganze aus einer besondern Mitwir-kung der Gottheit geschehen? oder läßt es sich aus den gewöhn-lichen Fähigkeiten dieser Thiere erklären? Das Erstere kann nichtwohl sein, man würde sonst mehr von dem Hunde gehört ha-ben, und hätte er so etwas mit völliger Überlegung gethan, sohätte man wenigstens sehr übel gehandelt, daß man ihn nichtauf irgend eine Londvnsche liotiilling Softool geschickt, oder ihmdie ersten Principia der Lkonomie und Moral beigebracht hat.

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