I. Theil. V. Capilel.
462
1) Ausser den bis jetzt angeführten Methoden derElectricitätsefregung der Körper , entdeckte AloysiusGalvani, vormals Professor der Arzneikunde zu Bo-logna, im Jahr 1790, dafs zwei verschiedenartige Me-talle, womit ein Muskel und der zugehörige Nerveeines Frosches belegt wurden, heftige Zuckungen indem Muskel bewirkten, so bald sie in leitende Ver-bindung mit einander gesetzt werden. Er stellte meh-rere und abgeänderte Versuche darüber an, und machtesie im Jahr 1791 in folgender Schrift bekannt: Al.Galvani de viribus electricitatis in motu muscularicommentarius. Bononiae 1791. 4. Sie wurde un-ter andern von Mayer übersetzt (Prag 1795. 8* ) undvon Gren in dessen Journ. d. Phys. Bd. 6. Hft. 3.im Auszuge mitgetheilt. Schon früher 1767 machteSulzer die hieher gehörende Bemerkung, dafs Bleiund Silber mit der obern und untern Zungenseite,und dann unter sich in Berührung gebracht, einen.— wie er sich ausdrückt — Eisenvitriol (schwefel-saurem Eisen) ähnlichen Geschmack erregt; auch er-zählte Cotiigni in einem Briefe vom Jahr 1784 , ei-nen dem GALVANischen Froschversuche ähnelnden Fall,und hielt die Erscheinung für electrisch. Galvanischrieb diese Erscheinungen einem eigenthümlichenelectrischen Verhältnisse zu, und nannte es — thie-rische Electricität. — Abilgaard, Achard,Ackermann, Aldini, v. Arnim, Ash, Behrends,Boissier, Bostocii, Berlinghieri, Caldani, Char-les, CoLSMANN, CoRRADORI, COULOMB, CrEVE, De-sormes, Fontana, Fourcroy, Foroler, Gautherot,Genettes, Giulio, Grapengiesser, Gren, Guyton^Halle, v. Haug, HermbstXdt, v. PIumbold, Hun-ter, Jadelot, Jaeger, Kielmeyer, Klein, La-