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I„ Theil. V, Capitel.
oben a. O. 'Lichtenbergs Figuren auf belegten Glasla-feln. Remer in Gilb. Ann. VIII. 3. S. 326. Die Leid-ner Flasche (Phiola Leidensis) wurde durch v. Kleistden 11. Octob. u durch Cunaeus in Leiden entdeckt.
6) Auf ähnliche Weise wie in der Leidner Fla-sche beide Electricitäten gegenseitig gebunden, undin der bestimmt entsprechenden Spannung erhaltenwerden, findet dieses auch bei dem von Wilke 1762erfundenen und von Volta 1775 verbesserten, be-ständigen Electricitätsträger oder Electro-phor statt; nur dafs hier Anhäufung und Wirkungminder stark ist. Reibt man nämlich den dünnen,glatten, in einer metallenen (oder hölzernen, mitStanniol überzogenen) Scheibe oder Schüssel ruhen-den, und damit die Basis des Electroph. bildendenKuchen (aus schwarzem Pech, Harz, Siegellack,Glastafel, oder ähnlichen isolirenden Substanzen be-stehend) indem man ihn, am besten nach vorange-gangener gelinder Erwärmung, mit einem trocknenwarmen Katzenfelle öder Fuchsschwänze peitscht, undsetzt dann mittelst seidener Schnüre oder einem isoli-renden Handgriff, den aus einer stark leitenden Sub-stanz, z. B. Zinn oder Holz mit Stanniol bezogen, be-stehenden D ecke 1 (oder Trommel oder Conduc-tor des Electroph, der' stets kleiner als der Kuchenseyn mufs) darauf; und berührt diesen nun mit demFinger, so erhält man einen kleinen electr. Funken;hebt man den Deckel darauf wieder an den Schnürengefafst (isolirt) ab, und berührt dann den Kuchen,so bekommt man ebenfalls einen kleinen Funken. Jeweniger die Basis isolirt steht, um so besser gelingtder Versuch. Ein mit dem Deckel in leitender Ver-bindung stehendes Electrometer zeigt beim Aufsetzen