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1 (1810)
Entstehung
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438
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I. Theil, V. Capitel,

massig erwärmten, trockenen Harz- oder Siegel-lackkuchen umher, demselben so die Electricitätdes Conductors ertheilend, und bestäube den Harz-kuchen dann mit Bärlappsaamen (Sem. Lycopo-dii); so bildet dieser auf den electrisirten Stel-len des Kuchens, stralig auseinander ge-hende büschelförmige Figuren, denen inFig. ähnlich. Ertheilte man dem Kuchen hin-gegen auf gleiche Weise die Electricität des zwei-ten (mit dem isolirten Reibzeuge in leitende Ver-bindung stehenden) Conductors, oder unmittelbardes Reibzeuges, so bilden sich unter gleichenUmständen schwammige rundliche Flecke,mit kaum merklicher Stralung,

1) Man nennt diese Figuren nach ihrem Entdecker LicHTENBERGische Figuren; vergl. G. C. Lich-tenberg de nova methodo, natura motum fluidi elec-trici investigandi; in den nov, eomment. societ. Got-ting. T. VIII, 1777. S. 169. Und Villarsy und A.v. Arnim in Gilberts Annal. Bd. V. S. 35 etc. Au-genscheinlich zeugen diese Fig. von entgegengesetztenelectrischen Verhältnissen. Electrisirt man eine Siegel-lackstange mit einem Katzenfelle durch Reiben, undläfst darüber ein kleines leichtes Korkkügelchen mit-telst eines feinen Zwirnfadens schweben, so wird die-ses von einer andern geriebenen Siegellackstange, odervon dem isolirten electr, Reibzeuge abgestossen, voneiner geriebenen Glasröhre, oder von dem electr. Con-ductor hingegen angezogen werden. Theil maneinem Korkkügelchen die Electricität des ersten Con