I. Th eil. III. Capilel.
<>70
der Enge der Rölire über alles von ihren Randgren-zen einschliefsbare Quecksilber erstreckt, und daherseinen tieferen Stand in demselben Maase hervorruft,als wie durch zunehmende Enge die Bildung des tie-feren Quecksilberrandes veranlafst wird; auf ähnlicheWeise wie umgekehrt bei adhärirenden Flüssigkeiten,die erhobenen Ränder zusainmenfliessen und da-durch das Nachsteigen der Flüssigkeit möglich machen..
2) Geschmolzenes Blei und wahrscheinlich alle übri-gen geflossenen Metalle zeigen dasselbe; vergl. Gel-eert phaenom. plumbi fusi in tubulis capillaribus inden Comment. acad. Petropolit. XII. p. 243. Hinge-gen steigt Quecksilber in zinnernen und bleiernenRöhren wie Wasser in Glas.
5) Auch gehört hieher ein von mehreren Physikern,wie es scheint, unrichtig aufgefafstes Phänomen.„ Eine kleine, zarte, reine und trockene stählerneNadel, lege man vorsichtig auf Wasser: sie wird dar-auf schwimmen, mit einer um ihr her be-trächtlich breiten Vertiefung.“ Das Gewichtder Nadel drückt die gerade unter ihr befindlichenWassertheilchen nieder, ohne ihnen zu adhäri-ren, die Wassertheilchen unter sich besitzen alsogrössere Adhäsion und Zusamnienhaltung als zur Na-del; diese Zusammenhaltung vermag das geringe Ge-wicht der Nadel nicht zu überwältigen, es werdendaher die den unterliegenden Wassertlieilen zunächstanliegenden Theilchen wegen des verhältnifsmässigstärkeren Zusammenhangs, mit unter die gewöhn-liche Gesichtslinie des Wassers gezogen, deren so be-wirkte Vertiefung bei gehörig auffallendem Lichteleicht bemerkt werden kann. Vergl. Link: lieber Na-turphilosophie i8oß.