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1 (1810)
Entstehung
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364
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56 /| I. Th eil. III. Capitel.

sigkeiten dem Glase anhaften. Man bemerkt da-bei, dafs die aufsteigenden Flüssigkeiten zuvör-derst eine ausgehölte, nach den Glaswänden zumit erhabenerem Rande stehende Oberfläche bil-den, deren Rand aber vermöge der F.nge desRöhrchens sogleich wieder zu einer mehr hori-zontalen Fläche zusammenflielst; dafs sie sichdann aufs Neue heben, den Iland bilden, wie-derum zusanrmenfliessen u. s. f., bis endlich dasGewicht der aufgestiegenen Flüssigkeitssäule derAdhäsion der inneren Glasoberlläche des Röhr-chens das Gleichgewicht hält. Daher steigt keineder Flüssigkeiten über die obere Mündung desRöhrchen, sondern höchstens bis zu ihrer inne-ren Grenze, auch wenn das Haarröhrchen kür-zer ist, als die Höhe zu welcher die Flüssigkeitin einem längeren Röhrchen von gleicher Weitezu steigen vermag.

1) Das dünne fette Oel gehört zu den wenigenFlüssigkeiten, welche in Haarröhrchen von verschie-denem Glase, übrigens aber von gleicher Weiteund Höhe, fast dieselben Höllen erreicht; bei ande-ren Flüssigkeiten hingegen, bewirkt nach Musciien*bkoeks Beob. a. a. O. T. I. 8. 375, die Verschieden-heit des Glases (woraus die Haarröhrchen bestehen)rücksichtlich der Adhäsion und der daraus folgendenHöhe der Flüssigkeitssäulcn, öfters schon beträcht-liche Unterschiede. In Haarröhrchen von gleichemDurchmesser aus holländischem Flaschenglase steigennach Muschenbroek;