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1 (1810)
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I. Theil. III. Capitel.

einander, und bringe einen Tropfen einer nichtklebrigen aber dem Glase adhärirenden Flüssig-keit, z. B. dünnes Oel, Wasser oder Weingeist,so dazwischen, dafs der Tropfen beide Glasplat-ten berührt, so wird er sich mit beschleunigterGeschwindigkeit nach dem Winkel beider Glas-platten hin bewegen. Dasselbe wird auch bei einemQuecksilbertropfen zwischen zwei reinen Zinn-platten Statt Enden. Aendert man den Versuchdahin ab, dafs man zwei Glastafeln unter einemspitzigen Winkel an einander setzt, und sodannbeide senkrecht in eine adhärirende Flüssigkeitz. B. Wasser stellt; so wird diese Flüssigkeitzwischen dem Winkel beider Platten in die Flöhesteigen und mit ihrem Rande eine Hyperbel bil-den, deren Asymptoten die senkrecht stehendenund die horizontal laufenden Ränder der Glas-steifen sind.

1) In der ersten Art des obigen Versuchs, wird derzwischen gelegte von beiden Glasoberflächen angezo-gene Tropfen eine Bewegung nach der Diagonallinieerhalten, die ihn nach dem Winkel beider Plattenmit vermehrter Geschwindigkeit treibt; weiler je näher er dem Winkel kommt, je breiter wird,mithin wachsen seine Berührungspuncte und seineAdhäsion in demselben Maase, in welchem seinetropfenbildende Cohäsionskraft vermindert wird.In der folgenden Abänderung des Versuchs, wird (wieauch zuvor) die Adhäsion der Glasflächen gegen dasWasser mit der Verkleinerung des Abstandes beider